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Versicherungs-News (Archiv)

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Sozialversicherung
Webdesigner dürfen in die Künstlersozialkasse 
Am 7. Juli hat das Bundessozialgericht (BSG) ein bahnbrechendes und sicher folgenreiches Urteil zu einem lange währenden Streit gefällt: Werden Webdesignerinnen und -designer vom Künstlersozialversicherungsgesetz erfasst, und dürfen (vielmehr müssen) sie daher in die Künstlersozialkasse? Sie dürfen, weil sie, so das Gericht, Bildschirmseiten unter ästhetischen und funktionalen Gesichtspunkten gestalten. "Das Berufsbild ist - in Abgrenzung zum Programmierer und Webmaster - durch eine eigenschöpferisch-gestalterische Tätigkeit geprägt, die mit denen der Grafiker, Grafikdesigner und Layouter vergleichbar ist."
Die KSK, die jahrelang versucht hatte, diese Berufsgruppe aus der Künstlersozialversicherung fernzuhalten, kann natürlich weiterhin Belege für die konkrete gestalterische Tätigkeit, die Erwerbsmäßigkeit usw. verlangen. Die bisher benutzte Pauschalbegründung jedoch, bei Webdesign überwiege die technische Tätigkeit und der Beruf sei damit eher einem Ingenieur oder Programmierer vergleichbar, reicht künftig nicht mehr aus. Darüber hinaus hat das BSG betont, dass es – anders als von der KSK bisher praktiziert – nicht darauf ankomme, ob die Webdesignerin eine künstlerische Ausbildung absolviert hat oder ob ihre gestalterische Freiheit im Einzelfall durch konkrete Gestaltungsvorgaben des Auftraggebers eingeschränkt wird.

Aktualisierung: Das schriftliche Urteil lag im Juli 2005 noch nicht vor. - Inzwischen ist es beim BSG erhältlich und hier verlinkt.

(14.07.2005)

Verweise zu diesem Artikel:
Pressemitteilung des Bundessozialgerichts zum Urteil
Der mediafon-Ratgeber zu den KSK-Aufnahmekriterien
Urteil des BSG (Aktenzeichen B 3 KR 37/04 R)

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