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Allgemeine News (Archiv)

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Stress
Selbstständige brauchen regelmäßige Erholung 
Wer in Projektgruppen in der IT-Branche arbeitet, leidet viermal häufiger unter Stresssymptomen wie chronischer Müdigkeit, Nervosität, Schlafstörungen und Magenbeschwerden als normale Beschäftigte. Dieses Ergebnis, das wegen der ähnlichen Rahmenbedingungen auch auf viele Selbstständige zu übertragen ist, erbrachte eine Untersuchung des Instituts für Arbeit und Technik (IAT, Gelsenkirchen) zur "nachhaltigen Arbeitsgestaltung" in Projektgruppen der IT-Industrie.

In den untersuchten Softwareentwicklungs- und -beratungsprojekten wiesen 40 Prozent der Befragten deutliche Anzeichen chronischer Erschöpfung auf; etwa 30 Prozent hatten Probleme, sich zu erholen. Als häufigste Ursachen für die Zunahme psychischer Belastungen nennt die Studie permanenten Zeitdruck, nicht geplanten Zusatzaufwand, Arbeitsunterbrechungen und Lernrestriktionen, die auch Selbstständigen gut vertraut sind und – verschärft durch restriktive Zeitvorgaben und Abgabetermine – zu ausufernden Arbeitszeiten beitragen. Stresssymptome traten in den untersuchten Projekten vor allem dort auf, wo es keine Möglichkeiten gab, die Arbeitsbedingungen durch Eigeninitiative oder Verhandlungen zu verbessern.
Da schon Stressphasen von mehr als acht Wochen zu einer Zunahme chronischer Erschöpfung – und letztlich zum Burn-out – führen, empfehlen die Forscher, die Erholung zeitnah zu den Stressphasen einzuplanen. Regelmäßige Erholungspausen bei der Arbeit – also etwa mehrere über den Tag verteilte Pausen und ein konsequentes Freihalten der Wochenenden – seien zur Stress-Prävention deutlich wirksamer als Blockurlaubszeiten oder Sabbaticals.
Da die Weichen für solche Arbeitsbedingungen letztlich schon beim Vertragsabschluss mit dem Kunden festgelegt werden, raten die Forscher, die Rahmenbedingungen der Projektarbeit bereits zum Gegenstand der Vertragsverhandlungen mit dem Kunden zu machen. Anders könne eine entlastende Arbeitsgestaltung nicht gelingen.

(18.04.2006)

Verweise zu diesem Artikel:
Pressemitteilung des IAT mit Link zur Studie
Bericht über die Untersuchung in >Psychologie Heute< 9/06

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