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Allgemeine News (Archiv) Zurück zur Übersicht
| Volkshochschulen | | Abwärtstrend in Erwachsenenbildung hält an | | Der Abwärtstrend in der Erwachsenenbildung hält an – beim Angebot genauso wie bei den Honoraren und der Belastung der Teilnehmer. Dies geht aus verschiedenen Artikeln in der neuen Ausgabe der GEW-Zeitung "prekär" zum Volkshochschultag hervor. Nach Auswertung des neuesten Volkshochschulberichts sind z.B. die Teilnehmergebühren pro Unterrichtseinheit seit 1990 um 84 Prozent auf 24,70 Euro gestiegen, die Honorarkosten jedoch nur um 31 Prozent. Sie liegen heute im Schnitt bei 19,10 Euro und entsprechen damit einem Angestellten-Stundenlohn von rund 4,50 Euro.
| Zugleich ist die Zahl der Lehrkräfte in korrekten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen deutlich zurückgegangen: Seit 1990 gingen an den Volkshochschulen zehn Prozent der festen Stellen verloren; von den insgesamt 650.000 Lehrkräften in der gesamten deutschen Weiterbildungsbranche sind heute nur noch 14 Prozent fest angestellt. Der Grund für diesen Abbau ist deutlich: Die Volkshochschule Backnang etwa kommt für die 600 Honorarkräfte, die dort Unterricht erteilen, mit genauso viel Geld aus, wie sie für ihre zehn angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgibt.
Gleichzeitig geht auch die Zahl der Kurse und damit der potentiellen Aufträge für Selbstständige dramatisch zurück: Über die Bundesagentur für Arbeit wurden im Jahre 2005 nur noch weniger als 100.000 Arbeitssuchende weiterqualifiziert. Im Jahre 2000 waren es noch 500.000! Zunehmend verweigert wird die Weiterbildung in letzter Zeit insbesondere Menschen mit geringer Qualifikation und niedrigem Einkommen.
(07.05.2006)
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