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Versicherungs-News (Archiv)

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Statusfragen
Synchronsprecherinnen bleiben sozialversichert 
Synchronsprecher und -sprecherinnen bleiben in vielen Fällen wie bisher über den Auftraggeber sozialversichert. Das hat die Bundesregierung am 8. Mai auf eine kleine Anfrage der Fraktion der Grünen klargestellt. Ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis entsteht danach immer dann, wenn "regelmäßig Arbeitsleistung erbracht wird".

Nach Auffassung der Regierung muss der Auftraggeber immer dann die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge zahlen, wenn
  • er einen Synchronsprecher binnen eines Jahres zu mehr als 50 Synchronisationseinsatztagen verpflichten will oder wenn
  • eine Tätigkeit von weniger als 50 Einsatztagen "innerhalb einer Rahmenvereinbarung" erfolgt. Dafür bedürfe es keiner schriftlichen Vereinbarung – die Verpflichtung für eine "Serie, Staffel, Folge oder ähnliche Produktionsreihe" reiche bereits.
Wer diese Bedingungen nicht erfüllt, weil er als Synchronschauspieler künstlerisch selbstständig tätig ist, wird über die Künstlersozialkasse sozialversichert.
Sagt jedenfalls die Bundesregierung. Im vergangenen Jahr war ein entsprechendes Rundschreiben der Sozialversicherungsträger von einigen Auftraggebern als Freibrief verstanden worden, sich um die Sozialversicherungsbeiträge drücken zu können, ohne dass aber die KSK die Betroffenen aufnehmen wollte. Wer in so einer Lage künftig vom Auftraggeber eigenmächtig als selbstständig eingestuft oder von der KSK nicht aufgenommen wird, sollte unbedingt das ver.di-Referat Selbstständige informieren.

(10.05.2006)

Verweise zu diesem Artikel:
Kleine Anfrage der Grünen (pdf)
Antwort der Bundesregierung
Rundschreiben "Sozialversicherungsrechtlicher Beurteilung von Synchronsprechern"

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