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zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Steuer-News (Archiv)

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Einkommensteuer
Ein-Prozent-Regel beim Dienstwagen auch ohne Fahrtenbuch 
Wer den privaten Nutzungsanteil an seinem Dienstwagen pauschal nach der Ein-Prozent-Regel abrechnen will, braucht dazu auch weiterhin kein Fahrtenbuch zu führen. Das geht aus einem Rundschreiben hervor, mit dem das Bundesfinanzministerium (BMF) am 7. Juli festgelegt hat, wie man korrekt die betriebliche Nutzung von mindestens 50 Prozent nachweist, die seit dem 1.1.2006 Voraussetzung für die Anwendung der Ein-Prozent-Regel ist.

Vom Beginn des Steuerjahres 2006 an gilt rückwirkend eine neue Regelung für die Berechnung der Privatnutzung eines Dienstwagens bei der Einkommensteuer: Konnte man bis dahin frei zwischen der pauschalen "Ein-Prozent-Regel" und dem genaueren, aber aufwendigeren Fahrtenbuch wählen, so ist die Ein-Prozent-Regel jetzt nur noch erlaubt, wenn der Dienstwagen zu mindestens 50 Prozent beruflich genutzt wird. Und diesen Nutzungsanteil möchte das Finanzamt gern "glaubhaft" gemacht haben.
Wie das geht, steht in einem BMF-Schreiben vom 7. Juli: Verlangt wird hierzu nicht – wie zunächst befürchtet – ein Fahrtenbuch, wohl aber die Vorlage "geeigneter Unterlagen" wie Terminkalender, Reisekostenabrechnungen oder andere Abrechnungsunterlagen. Ausdrücklich erlaubt das Ministerium aber auch "formlose Aufzeichnungen über einen repräsentativen zusammenhängenden Zeitraum (i.d.R. 3 Monate)". Wer also einmal drei Monate lang seine beruflichen Fahrten (mit Anlass und der jeweils zurückgelegten Strecke) sowie den Kilometerstand am Anfang und Ende dieser drei Monate aufschreibt und dabei auf eine berufliche Nutzung von mehr als 50 Prozent kommt, darf von da an ohne weitere Nachweise die Ein-Prozent-Regel anwenden (auch in den folgenden Steuerjahren).
Dennoch empfiehlt mediafon allen, die ein Auto "im Betriebsvermögen" haben, zunächst ein Fahrtenbuch zu führen. Zum einen ist der Nachweis der überwiegend beruflichen Nutzung dann hieb- und stichfest, zum Zweiten braucht man ein Fahrtenbuch (und zwar ein echtes, kein nachträglich ausgedachtes) auf jeden Fall, falls man die 50 Prozent nicht erreicht, und zum Dritten kann man sich dann bis zur Steuererklärung Zeit lassen, um (jedes Jahr neu) zu entscheiden, welche Abrechnungsmethode günstiger ist. Bei sehr geringer Privatnutzung kann das nämlich durchaus das Fahrtbuch sein.

(12.07.2006)

Verweise zu diesem Artikel:
Das BMF-Schreiben zum Download
Der mediafon-Ratgeber mit weiteren Details zu Auto und Steuer

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