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Versicherungs-News (Archiv)

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Staatssekretär erläutert Krankenversicherungspflicht 
In einem Interview für das Gründermagazin des Bundesministeriums für Wirtschaft hat der Staatssekretär im Gesundheitsminsterium Dr. Klaus Theo Schröder zu Folgen der Gesundheitsreform für Selbstständige Stellung genommen. In dem Interview betont Schröder unter anderem die Versicherungspflicht für ehemals gesetzlich Versicherte seit dem 1. April. Diese "werden Pflichtmitglied ihrer ehemaligen gesetzlichen Krankenkasse oder deren Rechtsnachfolger mit Wirkung vom ersten Tag ohne anderweitige Absicherung im Krankheitsfall im Inland, frühestens seit dem 1. April 2007."

Existenzgründern, die zuvor angestellt waren, rät der Staatssekretär bei der Wahl einer privaten Krankenkasse die Vor- und Nachteile genau abzuwägen, "denn es bleibt bei dem Grundsatz, dass die Entscheidung für ein privates Krankenversicherungsunternehmen eine Lebensentscheidung ist und bei unveränderten Bedingungen keine Rückkehrmöglichkeit in die gesetzliche Krankenversicherung besteht." Bedenken sollten sie auch, dass die privaten Kassen den zuvor Versicherten – anders als bisher unversicherten Selbstständigen –nicht den Basistarif anbieten müssen und es dort keine Mitversicherung von Familienangehörigen gibt.

In dem insgesamt lesenswerten - weil verständlichem - Interview geht der Schröder auch auf die sonstigen Regelungen wie die generelle Versicherungspflicht ab 2009, die gesetzliche Krankenversicherungspflicht bislang unversicherter nebenberuflich Selbstständiger und die Familienversicherung für nebenberuflich Selbstständige mit einem Monatseinkommen bis 350 Euro ein.

Eine Verkürzung im Interview - die fast alle Regierungspublikationen machen - sei hier erwähnt, weil sie regelmäßig zu Nachfragen bei mediafon führt: Da wo Schröder sagt, hauptberuflich Selbständige, die noch nie (auch nicht als Kind) krankenversichert waren, würden den privaten Krankenversicherungen zugeordnet, muss mitgedacht werden: Diese Aussage gilt nur für "normale" Selbstständige. Bei dem Sonderfall der Versicherten nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz gilt: Diese werden wie bisher auch in den gesetzlichen Kassen versichert und sind mit Aufnahme der hauptberuflichen selbstständigen Tätigkeit in Publizistik und Kunst versicherungspflichtig.

(19.04.2007)

Verweise zu diesem Artikel:
Das Gründermagazin-Interview
mediafon-Ratgeber zu den Gesundheitsreform-Änderungen
mediafon-Meldung zur KV-Pflicht ab 1. April

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