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zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Steuer-News (Archiv)

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Bundesrat:
Unternehmenssteuerreform durchgewunken 
In seiner Sitzung am 6 Juli hat der Bundesrat dem Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 zugestimmt, das der Bundestag am 25. Mai verabschiedet hatte. Damit wird das Gesetz zum 1. Januar 2008 in den wesentlichen Teilen in Kraft treten.

Die Reform bringt vor allem eine weitere Verteilung des gesellschaftlichen Vermögens in Richtung der (Groß-)Unternehmen. Die Entlastung beträgt hier jährlich rund 30 Milliarden Euro. Sie soll, so die vielfach wiederlegte Hoffnung der Politiker, Investitionen anregen und die Konjunktur stabilisieren. Als Gegenfinanzierung werden gestrichene Steuersparmöglichkeiten und erschwerte Gewinnverlagerungen in Niedrigsteuerländer gesehen. Viele Änderungen betreffen Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe kaum direkt. Mit Themen wie "Entlastung im internationalen Wettbewerb" und "Steuerflucht" haben sie nichts zu tun. Als Steuerzahler jedoch tragen sie die Entlastung der Großunternehmen mit. Die wichtigsten direkten Änderungen für "kleine" Selbstständige:
  • Abschreibungen
    • Die Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) wird auf 150 Euro begrenzt (bisher 410 Euro). Alle GWGs zwischen 150 und 1000 Euro müssen als jährlicher "Sammelposten" zusammengezählt und als ein gemeinsames Anlagegut behandelt und fünf Jahre abgeschrieben werden.

    • Die Regeln für die Ansparabschreibung wurden leicht verbessert. Sie heißt in Zukunft "Investitionsabzugsbetrag". Entsprechende Rücklage dürfen zukünftig über drei Jahre (bisher zwei) gebildet werden - zukünftig auch für gebrauchte Wirtschaftsgüter. Bilanzierende Unternehmen wie GmbHs können die Abschreibung bis zu einem Betriebsvermögen von 235.000 Euro bilden, Freiberufler bis 100.000 Euro Jahresgewinn.
      Wer wirklich große Investitionen plant, kann von der Erhöhung des Rücklagen-Höchstbetrags (von 154.000 auf 200.000 Euro) profitieren.

    • Die degressive Abschreibung wird abgeschafft. Ab 2008 dürfen Anschaffungskosten nur noch linear, das heißt in gleich bleibenden Raten über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

  • Gewerbesteuer
    Diese wird für freie Berufe nicht erhoben!
    • Bei der Gewerbesteuer wird die Steuermesszahl auf einheitlich 3,5 Prozent sinken. Zugleich wird der Staffeltarif bei Personenunternehmen abgeschafft. Dafür wird die Anrechenbarkeit auf die Einkommensteuer verbessert. (Siehe auch Ratgeber mediafon zur heutigen Gewerbesteuer-Berechnung.)

    • Die Gewerbesteuer wird nicht mehr als Betriebsausgabe abziehbar sein. Die gezahlte Steuer vermindert also das zu versteuernde Einkommen nicht mehr.

    • Die Verbreiterung der Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer – etwa durch die pauschale Hinzurechnung von Zinsen zu 25 Prozent – ist durch den 100.000-Euro-Freibetrag für kleinere Unternehmen nicht relevant.

    (aktualisiert um den folgenden Link am 23.8.07)

    (09.07.2007)

Verweise zu diesem Artikel:
Synopse der wichtigsten Änderungen bei praktisches-wissen.de

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