Zurück zur StartseiteNewsWer wir sindDer mediafon-RatgeberTermine & SeminareHonorare, Empfehlungen, Verträge und TarifeVolltext-SucheInterner Bereich


  Übersicht  

  Allgemein  
  Recht  
  Versicherungen  
  Steuern  
  Archiv  
            
  Newsletter  


Unsere Fundgrube
zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Versicherungs-News (Archiv)

Zurück zur Übersicht

Sozialexperten: Probleme der Rentenpolitik 
Der Wirtschaftswissenschaftler Winfried Schmähl hat sich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Wirtschaftsdienst gegen die Förderung der kapitalgedeckten Altersvorsorge bei gleichzeitiger Reduzierung des gesetzlichen Rentenniveaus gewandt. Mit der steuerlichen Förderung von Zusatzvorsorgen entstünden in Zukunft "beträchtliche sozial- und verteilungspolitische Probleme".

Dass insbesondere pflichtversicherte Geringverdiener - zu denen beispielsweise Honorarkräfte, Publizisten und Künstler sehr oft zählen - kaum in der Lage sind, Einschnitte bei der gesetzlichen Rente durch private Vorsorge auszugleichen, kritisierte auch die ver.di-Selbstständigenreferentin Veronika Mirschel in einem Kommentar zu den Rentenvorstellungen des SPD- Fraktionsgeschäftsführers Olaf Scholz. Auf Seite 7 der aktuellen Ausgabe der DGB-Zeitschrift einblick vom 17. September kritisiert die Gewerkschafterin, dessen Forderung Selbstständige zu einer Mindestabsicherung zu zwingen und dabei die Wahl der Vorsorgeform zu lassen käme für die meisten "als Drohung daher". Die vermeintliche Wahlfreiheit nutze "meist nur Privilegierten, die sich damit aus der Solidarität verabschieden." (Siehe auch Mirschel-Kommentar bzw. den Kommentar und Zusatzinfos auf Seite 7 des kompletten einblick 16/07.

Auch Professor Schmähl kommt aktuell zu dem Ergebnis, dass es nur wenige Gewinner der bei der Privatisierung der Altersvorsorge gibt: Neben den Gutverdienenden, die sich eine Zusatzvorsorge leisten können, sind dies Arbeitgeber, öffentliche Haushalte und vor allem die Anbieter von Finanzmarktprodukten. Daher sieht er nur in einer veränderten Strategie bei der Alterssicherungspolitik die Chance, die Gefahr der Altersarmut für größere Bevölkerungsteile zu verhindern und gleichzeitig das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente deutlich zu erhöhen. In der Zeitschrift "Deutsche Rentenversicherung" kritisierte er daher bereits im November 2006, die Rentenreform des Jahres 2001 führe in der staatlichen Alterssicherung um ein Jahrhundert zurück und könne für den Großteil der Bevölkerung nicht erstrebenswert sein. Bei einer vollständigen Umsetzung der Änderungen bei der gesetzlichen Rente müssten bereits Durchschnittsverdiener 37 Jahre Beiträge einzahlen, um ein Sicherungsniveau oberhalb der Sozialhilfegrenze zu erreichen.

(26.09.2007)

Auf Sozialen Netzwerken posten:
Zum Seitenanfang

Meldung versenden   |    Druckversion dieser Seite   |   Impressum