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Versicherungs-News (Archiv)

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Selbstständige mit niedrigeren Alterseinkünften 
"Personen mit niedrigen Alterseinkommen waren häufiger selbständig" ist eines der beunruhigenden Ergebnisse der am 21. November veröffentlichten Studie Altersvorsorge in Deutschland 2005 (AVID 2005).

Die Niedrigrentnerinnen und -rentner weisen im Vergleich zu Personen mit höheren Alterseinkünften laut der Studie "im Durchschnitt zwei- bis dreimal so lange Zeiten der geringfügigen Beschäftigung, der Arbeitslosigkeit sowie einer selbständigen Tätigkeit auf". Und sie haben weitaus seltener weitere Alterseinkunfts-Ansprüche neben der gesetzlichen Rente. Damit bestätigt die Studie erneut die Dringlichkeit, die Alterssicherung neu zu regeln - insbesondere um einen gravierenden Anstieg der Altersarmut bei heute viel zu gering honorierten Solo-Selbstständigen zu verhindern. Dies gilt mindestens so lange, wie keine wirksamen Mechanismen existieren, Honorare durchzusetzen, die eine Eigenvorsorge ermöglichen.

Angesichts der AVID-Zahlen, die einen Jahre zurückliegenden, inzwischen sicher noch dramatischeren Zustand beschreiben, betonte das ver.di-Bundesvorstandsmitglied Elke Hannack in einer ersten Stellungnahme, eine Erwerbstätigenversicherung sei "zumindest für schutzbedürftige Selbstständige dringender denn je", um diese vor Altersarmut zu schützen. Die Gewerkschaft ver.di und der DGB fordern hierbei, Auftraggeber zur Finanzierung der Alterssicherung heranzuziehen, da für die tatsächliche Absicherung gering verdienender Selbstständiger mit einer Pflichtversicherung allein wenig gewonnen wäre. (Siehe auch einblick-Kommentar vom 17.9. der ver.di-Referentin für Selbstständige, Veronika Mirschel.)

Bereits vor rund einem Monat wies der "Wirtschaftsweise" Bert Rürup darauf hin, dass eine markant steigende Anzahl von 'Solo-Selbständigen', die unterdurchschnittlich verdienen, ein großes Problem in Sachen Alterssicherung darstellen. Es sei eine der wichtigen Aufgaben der nächsten Legislaturperiode, dieses Problem zu lösen. (Siehe auch mediafon-Meldung vom 8.10.)

Die AVID-Studie ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Rentenversicherung Bund (DR Bund) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und wird regelmäßig von Sozialforschungsinstituten durchgeführt.

(21.11.2007)

Verweise zu diesem Artikel:
Pressemitteilung der DR Bund zur Studie
Endbericht zur Studie (300 Seiten PDF, 1.2 MB)
Homepage des AVID-Projektteams mit Hintergrundinfos

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