Zurück zur StartseiteNewsWer wir sindDer mediafon-RatgeberTermine & SeminareHonorare, Empfehlungen, Verträge und TarifeVolltext-SucheInterner Bereich


  Übersicht  

  Allgemein  
  Recht  
  Versicherungen  
  Steuern  
  Archiv  
            
  Newsletter  


Unsere Fundgrube
zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Versicherungs-News (Archiv)

Zurück zur Übersicht

Monitor-Beitrag:
Riester-Rente nichts für Geringverdiener 
Laut dem WDR-Politikmagazin Monitor bringt der Abschluss einer Riester-Rente nichts, wenn man im Alter auf die Grundsicherung angewiesen ist, weil diese auf die die private Vorsorge angerechnet werde.

Laut Pressemitteilung und Beitrag der Monitor-Redaktion wecken interne Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Zweifel daran, ob Geringverdiener überhaupt etwas von der Riester-Rente haben. Interne Zahlen der DRV, so der Monitor-Bericht Arm trotz Riester: Sparen fürs Sozialamt, zeigen, dass selbst ein Durchschnittsverdiener, der 32 Jahre in die Rentenkasse einzahlt, davon voraussichtlich nichts haben wird. Das Fazit des internen Papiers laute: "Je weniger Beitragsjahre ein Versicherter hat und je geringer in dieser Zeit seine Beiträge sind, desto weniger lohnt sich Riester." Laut dem Renten-Experten Winfried Schmähl müssten Millionen damit rechnen, "dass sich ihre Riester-Förderung gewissermaßen in Luft auflöst", weil die Riester-Ersparnisse auf die Grundsicherung angerechnet würden.

Dass davon vor allem auch gesetzlich versicherte Selbstständige betroffen sein werden - nur diesen steht die Riester-Rente offen - zeigt unter anderem die aktuelle AVID-Untersuchung, die insbesondere für Selbstständige niedrige Alterseinkünfte diagnostiziert. Und: Die Tatsache, dass sich eine Altersvorsorge individuell nicht lohnt, solange davon nur die Staatskasse profitiert, betrifft nicht nur die Riester-Rente sondern alle Vorsorgeformen, die auf die Grundsicherung angerechnet werden. Da im Fall von geringen Renteneinkünften außer einer kleinen Steuerersparnis von den Vorsorge-Beiträgen nichts übrig bleibt, fordern die ver.di-Selbstständigen schon länger, die Alterssicherung insgesamt neu zu regeln.

Die Wochenzeitung Die Zeit berichtet in ihrer Ausgabe vom 10. Januar über einen anderen, eher gegensätzlichen Mangel der Riester-Rente: Demnach kommt eine Untersuchung der Freien Universität Berlin zu dem Fazit, die Riester-Rente erhöhe die Ersparnis und die Sparbereitschaft insbesondere der einkommensschwachen Haushalten nicht. Bei den rund zehn Millionen abgeschlossenen Verträgen würden die Bürgerinnen und Bürger vor allem Ersparnisse aus anderen Anlagearten abziehen. Die Förderung habe damit in erster Linie Mitnahmeeffekte und von den Riester-Zulagen profitiere in erster Linie, wer ohnehin gespart hätte. Dem Staat, so das Fazit der Studie bringe die Förderung ab dem Jahr 2009 Steuerausfälle in Höhe von 12,5 Milliarden Euro, die verschwendet seien, weil kein neues Sparvolumen und damit keine zusätzliche Vorsorge entstehe. - Der Monitor-Beitrag allerdings zeigt, dass dieses Fazit verfrüht sein könnte: Die Steuerausfälle werden sich langfristig zumindest teilweise rechnen, wenn damit die Ausgaben für Grundsicherungsbedürftige reduziert werden.

Aktualisiert am 11.1.08: Ergänzung um den Hinweis auf den ZEIT-Beitrag.

(10.01.2008)

Verweise zu diesem Artikel:
Monitor-Beitrag im Web-TV
Monitor-Pressemitteilung zur Sendung
ZEIT-Beitrag zur Riester-Rente

Auf Sozialen Netzwerken posten:
Zum Seitenanfang

Meldung versenden   |    Druckversion dieser Seite   |   Impressum