Zurück zur StartseiteNewsWer wir sindDer mediafon-RatgeberTermine & SeminareHonorare, Empfehlungen, Verträge und TarifeVolltext-SucheInterner Bereich


  Übersicht  

  Allgemein  
  Recht  
  Versicherungen  
  Steuern  
  Archiv  
            
  Newsletter  


Unsere Fundgrube
zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Versicherungs-News (Archiv)

Zurück zur Übersicht

Alterssicherung:
Auftraggeber bei Vorsorge in die Pflicht nehmen 
In einem Interview mit der Tageszeitung Neues Deutschland vom 14. Januar nennt es Herbert Rische, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Bund, vorstellbar, bei der Alterssicherung "Auftraggeber von Selbstständigen in die Pflicht zu nehmen", wie dies bereits bei Publizisten und Künstlern praktiziert wird.

"Ob vergleichbare Regelungen auch für andere Gruppen von Selbstständigen sinnvoll wären, müsste man prüfen", stellt Rische fest, der in dem Interview auch betont, bei der von ihm geforderten Pflichtversicherung gehe es ihm "nicht in erster Linie um die Entwicklung der Sozialsysteme", sondern um die Absicherung bisher nicht gesicherter Selbstständiger. Wie die ver.di-Selbstständigen, die eine Pflichtversicherung unter Auftraggeber-Beteiligung seit Jahren einfordern, plädiert Rische dafür, Versorgungslücken durch unterschiedliche Tätigkeiten im Laufe eines Berufslebens dadurch auszuschließen, dass die Altersvorsorge aller Erwerbstätigen angeglichen wird. Dann sei es in Sachen Alterssicherung "weitgehend irrelevant, ob Beschäftigte oder Selbstständige die Tätigkeiten ausführen". Vorstellbar nennt Rische in diesem Zusammenhang Sonderregelungen, die die speziellen Bedingungen der Selbstständigen berücksichtigen. Beispielsweise seien jährliche Beitragszahlungen oder Pauschalbeiträge zu prüfen.

Der Versicherungszwang selbst wird von Vielen - auch Arbeitgeberverbänden - befürwortet, jedoch "vergaßen" bislang alle Politiker und Wirtschaftsverbände, die dies forderten, dass eine solche Pflicht nur Sinn macht, wenn die Auftraggeber zur Finanzierung der Vorsorge herangezogen werden. Mit dem Hinweis darauf, dass zu prüfen ist, ob Auftraggeber zur Finanzierung der Alterssicherung Selbstständiger herangezogen werden sollten, ergänzt Rische seine seit langem erhobene Forderung zur Pflichtversicherung nun um eine wesentliche Komponente. - Das Problem einer einseitigen Vorsorge-Verpflichtung für die Selbstständigen hat Veronika Mirschel, ver.di-Referentin für Selbstständige in einem einblick-Kommentar vom September 2007 umrissen: "Für die tatsächliche Absicherung gering verdienender Selbstständiger ist wenig gewonnen, wenn diejenigen, die sich keine Absicherung leisten können, dazu gesetzlich verpflichtet werden. - Pflichtversicherungen machen nur Sinn, wenn diese einerseits in einem solidarischen System unter Einbeziehung aller Erwerbstätigen erfolgen und anderseits auch Auftraggeber zu dessen Finanzierung herangezogen werden."

(14.01.2008)

Verweise zu diesem Artikel:
ND-Interview mit Herbert Rische

Auf Sozialen Netzwerken posten:
Zum Seitenanfang

Meldung versenden   |    Druckversion dieser Seite   |   Impressum