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Unsere Fundgrube
zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Allgemeine News (Archiv)

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Soziale Sicherung:
HR verweigert Mutterschaftsgeld-Zuschuss 
Der Hessische Rundfunk (HR) verweigert nach Angaben des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) sozialversicherungspflichtigen Selbstständigen und unständig Beschäftigten den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld. Damit stehe der Sender, der die Kosten auf die Krankenkassen abwälzen wolle, unter den Rundfunkanstalten Deutschlands alleine da.

Die versicherungspflichtigen Selbstständigen und "Unständigen" des Senders erhalten nach DJV-Angaben vom HR lediglich dann das Angebot, auf "freiwilliger Basis" den Zuschuss zu erhalten, wenn sie sich verpflichten, mit einem vom HR festgelegten Rechtsanwalt gegen ihre Krankenkasse klagen. Der DJV rät, dies nicht zu tun, sondern vor dem Arbeitsgericht direkt gegen den HR zu klagen. Der Grund: Verfahren vor Sozialgerichten dauern sehr lange und sie mit einem vom Auftraggeber festgelegten Rechtsanwalt zu führen scheint nicht ratsam.

Beim Mutterschaftsgeld zahlt die Krankenkasse 13 Euro täglich. Der Differenzbetrag zwischen dieser Summe und 70 Prozent des Nettoentgelts ist hingegen vom Arbeitgeber zu zahlen und bildet in der Regel den Hauptteil des Honorarersatzes aus. Die Auftraggeber haben diesen Zuschuss allen sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu zahlen. Dazu zählen auch unständig Beschäftigte und Scheinselbstständige, die über den Arbeitgeber in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. - Die vollen 70 Prozent des Nettoentgelts muss die Krankenkasse nur den über die Künstlersozialkasse gesetzlich Krankenversicherten zahlen.

(18.02.2008)

Verweise zu diesem Artikel:
Ratgeber mediafon zum Mutterschaftsgeld
mediafon-Reader "Wenn Selbstständige Kinder kriegen"

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