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Allgemeine News (Archiv)

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Steuern
Steuerfahndung sucht Autoren-Zumwinkels 
Die Steuerfahndung hat die Verwertungsgesellschaft (VG) WORT aufgefordert, ihr die Namen der Autorinnen und Autoren mitzuteilen, die von der Verwertungsgesellschaft in den letzten vier Jahren besonders hohe Ausschüttungen erhalten haben. Die VG Wort hält dieses Ansinnen für rechtswidrig und hat dagegen Klage erhoben. Das teilte die VG am 25. Februar in ihrem Newsletter mit.

Nach Postchef Klaus Zumwinkel möchte die Steuerfahndung nun offenbar auch den kleinen Steuerhinterziehern an den Kragen, die sie unter Autoren und Journalistinnen vermutet: Sie hat die VG Wort offiziell aufgefordert, ihr detaillierte Daten all derer mitzuteilen, die von der Verwertungsgesellschaft in den Jahren 2003 bis 2006 Ausschüttungen in Höhe von jeweils mehr als 2.500 Euro erhalten haben.
Ihre merkwürdige (und erstmals überhaupt erhobene Forderung) stützt die Steuerfahndung auf § 208 der Abgabenordnung und "die ständige Rechtssprechung des Bundesfinanzhofes"; ein Angebot über 4,2 Millionen Euro für die entsprechende Daten-DVD lag dem Schreiben leider nicht bei.

Die VG Wort hält dieses Auskunftsersuchen für rechtswidrig: Zum einen sei mit dem vorhandenen EDV-Programm der VG Wort eine entsprechende Auswertung gar nicht möglich – die nötige Software müsste also eigens und auf Kosten der VG Wort entwickelt werden. Zum anderen lägen die verlangten Daten den Finanzbehörden bereits weitgehend vor, da bei den regelmäßigen Betriebsprüfungen der VG Wort die Daten von Ausschüttungsempfängern bereits stichprobenweise im Rahmen von Kontrollmitteilungen an deren Finanzämter übermittelt würden.
Die jährlichen Ausschüttungen der Verwertunsggesellschaften sind einkommensteuerpflichtig (auch für Arbeitnehmer) und fallen (sofern gegeben) auch unter die Umsatzsteuerpflicht.

(25.02.2008)

Verweise zu diesem Artikel:
Der vollständige VG-Wort-Newsletter

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