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Allgemeine News (Archiv)

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Aktuelle Bestandsaufnahme zum freien Journalismus 
Im Auftrag des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes (DFJV) hat das Institut für Kommunikationswissenschaft der Münchner Ludwig-Maximilians Universität (LMU) freie Journalistinnen und Journalisten zur Berufs- und Einkommenssituation befragt. Aus den 1630 Antworten der Online-Befragung ergibt sich in der Studie "Freie Journalisten in Deutschland" unter anderem ein starkes Einkommens- und Arbeitszeitgefälle.

Befragt wurden für die Bestandsaufnahme nur Freie, die in Branchenverzeichnissen mit ihrer E-Mail aufgeführt sind. Laut LMU sind die Ergebnisse trotzdem verallgemeinerbar, es solle aber bedacht werden, "dass sich die Kolleginnen und Kollegen, die keine E-Mail-Adresse veröffentlicht und/oder den Fragebogen nicht ausgefüllt haben" systematisch von den Befragten unterscheiden können. - Diese jedenfalls verdienen laut Umfrage durchschnittlich 2.478 Euro brutto im Monat. Bei jeweils knapp 30 Prozent liegt dieser Gewinn vor Steuern allerdings in den Einkommensklassen "bis 1.000 Euro" und "1.000 bis 2.000 Euro". Jeder und jede fünfte Befragte verdient zwischen 2.000 und 3.000, jeder und jede Achte zwischen 3.000 und 4.000 Euro. Immerhin 45 Prozent der Befragten müssen daher einer Nebentätigkeit nachgehen, um über die Runden zu kommen. Aus den detaillierten Rückmeldungen schließen die Forscher, dass sich hinter einigen der Zahlen "teilweise dramatische Einzelschicksale verbergen". Insbesondere dort, wo "andere Gründe" für die Freiberuflichkeit angegeben wurden.

Weitere Befunde der Studie:
  • Die Befragten haben sich zu 60,5 Prozent bewusst für die Freiberuflichkeit entschieden.
  • Gut zwei Drittel arbeiten "frei frei", knapp ein Drittel "fest frei".
  • Rund ein Fünftel der Befragten würde lieber in einer Anstellung arbeiten.
  • In Sachen Arbeitszeit ist eine deutliche Spreizung zu beobachten: Jeder und jede Fünfte gibt an, bis zu 20 Stunden in der Woche journalistisch zu arbeiten, knapp ein weiteres Fünftel nennt über 50 Wochenstunden.
  • Zwei Drittel arbeiten jeden Monat an mindestens zwei Wochenenden.
  • Nur 18,5 Prozent arbeiten in einem Bürozusammenhang, der Rest als Einzelkämpferinnen und -kämpfer.
  • Im Durchschnitt haben die Befragten fünf Auftraggeber, wobei die Fachzeitschriften mit knapp einem Viertel mit Abstand am meisten genannt wurden.
  • 85 Prozent gaben an, Mitglied in einer journalistischen Organisation zu sein. (Hier waren Doppelnennungen möglich.)
Zusätzlich finden sich in der Auswertung unter anderem Ergebnisse zu verwendeten Recherchequellen, dem Selbstverständnis und den Erwartungen an Verbände und Gewerkschaften.

(10.06.2008)

Verweise zu diesem Artikel:
DFJV-Zusammenfassung der Studie
Komplette Studie (PDF)

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