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Rechts-News (Archiv)

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GmbH-Reform
Unternehmergesellschaft ab November möglich 
Am 28. Oktober wurde das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) verkündet, das damit am 1. November in Kraft tritt. Der Bundestag hatte die Novelle, die insbesondere durch die Einführung einer "haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft" GmbH-Gründungen erleichtern soll, Ende Juni gebilligt.

Bei der "Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)" ist die Gründung auch ohne das für die "normale" GmbH vorgeschriebene Stammkapital von 25.000 Euro möglich: Es kann hier im Laufe der Geschäftstätigkeit angespart werden. Daher dürfen bis zum Erreichen des Mindestkapitals die Gewinne nur zu drei Vierteln ausschüttet werden. Die Gründung selbst soll mit einem Gründungs-Musterprotokoll leichter und billiger sein als bei der GmbH, die als Unternehmensform bestehen bleibt. - Die neue GmbH-Form, die speziell für Klein- und Kleinstgründungen gedacht ist, soll laut Justizministerin Brigitte Zypries trotz des geringen Stammkapitals einen guten Gläubigerschutz bei Krisen und Insolvenzen bieten, Kritiker sehen in ihr eine "GmbH für Arme" mit entsprechend schlechter Vertrauensbasis.

Das Referat Selbstständige der ver.di fordert flankierende Maßnahmen zum Gesetz. Insbesondere müsse verhindert werden, dass Auftraggeber Selbstständige aus Publizistik und Kultur drängen, die neue Unternehmensform zu wählen, um die Künstlersozialabgabe zu sparen. - Die nämlich ist bei Zahlungen an eine Kapitalgesellschaft nicht fällig. Die schon jetzt zu beobachtende Tendenz der Auftraggeber, deshalb die Gründung einer GmbH zu verlangen, könnte mit der Unternehmergesellschaft zunehmen. Gegen solche Kundenwünsche, so Veronika Mirschel vom ver.di-Referat, sollten sich Freiberufler auf jeden Fall verwahren. Nicht nur, dass sie damit ihre eigene Absicherung über die Künstlersozialversicherung verlieren würden, zusätzlich bedeute die Gründung einer Kapitalgesellschaft auch noch eine Honorarkürzung um knapp 5 Prozent. Denn: "Bei der Auftragsvergabe an eine GmbH entfällt die Pflicht zur Zahlung der Künstlersozialversicherung nur für den Auftraggeber. Der oder die geschäftsführende Gesellschafterin oder Gesellschafter einer Ein-Personen-GmbH hingegen muss zahlen, weil er oder sie die abgabepflichtige kreative Leistung erbringt".

(29.10.2008)

Verweise zu diesem Artikel:
MoMiG-Zusammenfassung des Justizministeriums (PDF)
Das MoMiG im Bundesgesetzblatt (PDF)
Ratgeber mediafon zur Unternehmergesellschaft

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