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Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Versicherungs-News (Archiv)

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Krankenversicherung
Freiwillig Versicherte beim Krankengeld ausgebootet? 
Die knapp 1,5 Millionen Selbstständigen, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, können ebenso wie die unständig Beschäftigten ab 2009 einen Anspruch auf Krankengeld behalten – auch wenn private Versicherungen derzeit den gegenteiligen Eindruck erwecken und die freiwillig Versicherten damit zu einem Wechsel in eine private Kasse zu bewegen versuchen.

"Keinen Anspruch auf Krankengeld haben ... hauptberuflich selbstständig Erwerbstätige", heißt es im neuen § 44 des Sozialgesetzbuches 5, der zum 1.1.2009 in Kraft tritt, und private Krankenversicherungen werden seither nicht müde, freiwillig Versicherten diesen Satz unter die Nase zu reiben und ihnen zu empfehlen, jetzt endlich mal über einen Wechsel in eine private Versicherung nachzudenken.
Das Zitat ist korrekt, so zu zitieren ist dennoch unredlich. Denn was in diesem Zusammenhang oft verschwiegen wird, ist die gleichzeitige Änderung des § 53 SGB 5. In dessen Absatz 6 heißt es nun: "Die Krankenkasse hat in ihrer Satzung für (diese Mitglieder) Tarife anzubieten, die einen Anspruch auf Krankengeld (vom ersten Tag an) oder zu einem späteren Zeitpunkt entstehen lassen, für die ... Versicherten nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz jedoch spätestens mit Beginn der dritten Woche der Arbeitsunfähigkeit."

Konnten diese Versicherten also bisher wählen, ob sie sich mit oder ohne (dann zum ermäßigten Tarif) Krankengeldanspruch versichern wollten, so können sie sich ab 2009 entweder zum (ermäßigten) Standardtarif ohne oder aber zu einem teureren Wahltarif mit Krankengeldanspruch versichern. - Es bleibt für die also grundsätzlich bei der Möglichkeit den Krankengeldanspruch zu erhalten, ohne zu einem privaten Versicherer zu wechseln.

Wichtig ist: Wer einen bestehenden Anspruch auf Krankengeld behalten will, muss zum 1.1.2009 seine bisherige Versicherung zum Normaltarif in eine zum Wahltarif mit Krankengeldanspruch umwandeln. Zurzeit allerdings ist noch unklar, was der entsprechende Wahltarif - an den man dann drei Jahre gebunden ist - kosten wird. Die meisten gesetzlichen Kassen haben ihre (unterschiedlichen) Tarife noch nicht bekannt gegeben. Klar ist, dass dabei in der Regel unterschiedliche Konditionen für "normale" Selbstständige, KSK-Versicherte und unständig Beschäftigte vorgesehen sind. - Siehe auch unsere Meldung vom 19. Oktober.

(aktualisiert: 2.11.08)

(10.08.2008)

Verweise zu diesem Artikel:
Der mediafon-Ratgeber: "Wer zahlt meine Miete, wenn ich krank werde?"

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