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Versicherungs-News (Archiv)

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Sozialwissenschaftlerinnen:
KSK ist vorbildlich, ihre Abschaffung teuer 
Vor der am 19. September anstehenden Abstimmung im Bundesrat über die Zukunft der Künstlersozialversicherung warnten Sozialwissenschaftlerinnen der Universität Bremen davor, dieses "seit 25 Jahren erfolgreiche Modell der sozialen Absicherung" abzuschaffen. Im Gegenteil müsse es darum gehen, ähnliche Systeme für alle allein arbeitende Selbstständige zu etablieren.

Ihre Untersuchungen, so Professor Karin Gottschall und Dr. Sigrid Betzelt vom Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) der Uni Bremen zeigten, "dass die Künstlersozialkasse (KSK) auch für andere gesellschaftliche Gruppen beispielhaft ist. Der wachsenden Gruppe der Kleinstselbstständigen und Freiberufler ohne Mitarbeiter müsse der Zugang zu den sozialen Sicherungssystemen eröffnet werden. Andernfalls drohe durch die Sicherungslücken Altersarmut bei diesen Selbstständigen.

Die Wissenschaftlerinnen verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass die meisten europäischen Länder Selbstständige in ihre Systeme sozialer Sicherung einbeziehen. Eine Abschaffung der Künstlersozialversicherung, die Vergleichbares zumindest in einem Teilbereich erreicht habe, werde bei den Bundesländern und Kommunen hohe Folgekosten verursachen. Mit einer Unterstützung des aktuellen "wirtschaftslobbyistischen Vorstoßes" würden sich die Länder daher einen Bärendienst erweisen. Statt einer Diskussion um die Abschaffung einer Sicherung fordern die Wissenschaftlerinnen "tragfähige Modelle für eine Reform der sozialen Sicherung, die den Finanzierungsproblemen des Sozialstaats wie auch den wachsenden Risiken volatiler Märkte Rechnung tragen".

(18.09.2008)

Verweise zu diesem Artikel:
Pressemitteilung der Uni Bremen (PDF)
mediafon-Meldung vom 9.9. zur Abstimmung im Bundesrat
mediafon-Entwarnungsmeldung vom 10.9.

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