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Versicherungs-News (Archiv)

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"Lohnnebenkosten"
Krankenversicherungsbeitrag: Kompensation geplant 
Offenbar aus Angst vor Protesten gegen den künftigen einheitlichen Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung hat der Koalitionsausschuss von CDU und SPD am 5. Oktober in Berlin dessen Anhebung auf 15,5 Prozent mit einer Reihe weiterer Beschlüsse garniert: Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt, das Kindergeld wird erhöht, die Krankenversicherungsbeiträge sind künftig steuerlich voll absetzbar.

Die Krankenversicherung wird teurer: Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung, der ab 2009 einheitlich für alle Kassen an den Gesundheitsfonds zu zahlen ist, soll nach dem Willen des Koalitionsausschusses 15,5 Prozent betragen. Der Sonderbeitrag von 0,9 Prozent, den Arbeitnehmer und KSK-Versicherte allein zu zahlen haben, ist darin schon enthalten, so dass sich gegenüber dem bisherigen Durchschnittsbeitrag von 14,9 Prozent eine Steigerung um 0,6 Prozentpunkte ergibt. Der "Arbeitnehmeranteil" am Beitrag beträgt also künftig 7,3 + 0,9 = 8,2 Prozent.
  • Wer mit einem Monatseinkommen von 2.000 Euro über die KSK z.B. bei der Techniker-Krankenkasse versichert ist, zahlt damit künftig 164 – statt bisher 156 Euro.
  • Freiwillig versicherte Selbstständige (ohne KSK-Zuschuss) mit einem Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 3.600 Euro zahlen bei der Techniker künftig 558 statt bisher 529,20 Euro.
  • Bei heute noch günstigeren Krankenkassen kann der Erhöhungsbeitrag allerdings deutlich höher liegen, im Extremfall (alter Beitrag 11,8 + 0,9%) bei 93,60 € (ohne KSK-Zuschuss).
Als Trostpflaster beschloss der Koalitionsausschuss zugleich, den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung von 3,3 auf 2,8 Prozent zu senken. Für freiwillig versicherte Selbstständige bedeutet das eine Senkung des Fixbeitrages um rund drei Euro auf 17,40 (West) bzw. 14,70 € (Ost) im Monat. Diese Regelung soll allerdings bis Mitte 2010 befristet werden.
Und weil damit die Mehrbelastung auch noch nicht ausgeglichen ist, sollen die Krankenversicherungsbeiträge ab 2010 in voller Höhe steuerlich absetzbar sein, womit allerdings nur die fälligen Konsequenzen auf einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts gezogen werden. Dies dürfte jedoch die Mehrbelastung durch die Beitragserhöhung für die meisten mehr als ausgleichen. Außerdem soll das Kindergeld um 10 Euro für das erste und das zweite und um 16 Euro für das dritte Kind steigen; der Kinderfreibetrag wird von 5.800 auf 6.000 Euro erhöht.

(06.10.2008)

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