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Steuer-News (Archiv) Zurück zur Übersicht
| Steuern | | Konjunkturpaket II bringt wenige Euro pro Monat | | Auf etwa 20 Euro im Monat beläuft sich der finanzielle Vorteil, den ein Selbstständiger aus der Senkung des Steuertarifs im Rahmen des "Konjunkturpakets II" schöpfen kann – sofern er ein zu versteuerndes Einkommen von 48.000 € im Jahr hat. Liegt er jedoch mit seinem Einkommen im Durchschnitt der KSK-Versicherten (15.600 € im Jahr), so sinkt die Steuerlast lediglich um 11 € pro Monat.
| In zwei Schritten wird durch das "Konjunkturpaket II", das 13. Februar vom Bundestag beschlossen und am 20. Februar vom Bundesrat abgesegnet wurde, der Steuertarif gesenkt werden: Die Einkommensgrenze, von der an überhaupt Steuern bezahlt werden müssen, wird von derzeit 7.664 € rückwirkend zum 1.1.2009 auf 7.834 € und zum 1.1.2010 auf 8.004 € erhöht; zugleich wird der Eingangssteuersatz von 15 auf 14 Prozent gesenkt. Geringverdienern kommt das jedoch keineswegs besonders zugute: Die Steuerlast für Selbstständige, die 4.000 € im Monat verdienen, sinkt auf diese Weise von derzeit 12.285 € im Jahr über 12.143 auf 12.042 €, insgesamt also um 243 €. Bei Einkünften von 2.500 € im Monat sinkt die jährliche Steuerlast um 182 € (von 5.807 über 5.698 auf 5.625 € im Jahr); bei Einkünften von 1.300 € im Monat, wie sie die KSK-Versicherten im Durchschnitt haben, sogar nur um 134 € im Jahr (von 1.693 über 1.610 auf 1.559 €).
Die zum 1.7.2009 geplante Senkung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung um 0,6 Prozentpunkte entlastet effektiv nur die KSK-Versicherten, und zwar – beim oben genannten Durchschnittseinkommen – um 78 € im Jahr. Freiwillig versicherte Selbstständige werden – sofern der Krankengeldanspruch wie geplant wieder eingeführt wird – weiterhin exakt den gleichen Beitrag zahlen, nämlich 14,9%, dann allerdings mit Krankengeldanspruch.
(20.02.2009)
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