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Versicherungs-News (Archiv)

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Krankengeld
Gewerkschaften vereinbaren Krankengeld für WDR-Freie 
Die Journalistengewerkschaften haben mit dem WDR eine Vereinbarung getroffen, die die Nachteile durch die Streichung des Krankengeldes in der gesetzlichen Krankenversicherung weitgehend ausgleicht. Danach zahlt der WDR seinen Freien, wenn sie durch eine Krankheit arbeitsunfähig werden, vom vierten bis zum 42. Krankheitstag das durchschnittliche Honorar, das sie im Vorjahr pro Tag erzielt haben.

Während die vom Bundesgesundheitsministerium geplante Rücknahme der Streichung des Krankengeldes für Selbstständige und unständig Beschäftigte auf sich warten lässt, haben dju und DJV in Verhandlungen mit dem WDR eine Vereinbarung erreicht, die für die Übergangszeit Zahlungen absichert, die nahe an die Entgeltfortzahlung für Arbeitnehmer herankommen: Wer krank wird, bekommt vom WDR vom vierten Krankheitstag an pro Tag 1/365 des im Vorjahr erzielten Honorars. Diese Zahlungen gehen bis zum 42. Krankheitstag; danach bekommen KSK-Versicherte das Krankengeld ihrer gesetzlichen Krankenkasse; unständig Beschäftigte und freiwillig versicherte Selbstständige müssen sich dafür – vorbehaltlich der o.g. Neuregelung – für die Zahlung des Normalbeitrages an ihre gesetzliche Krankenkasse entscheiden.

Anspruch auf die Zahlung haben alle ”Freien” beim WDR, die über die KSK versichert sind, ”auf Lohnsteuerkarte” arbeiten oder als Selbstständige privat oder freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. Anders als den bisherigen ”Zuschuss zum Krankengeld” gibt es die neue Zahlung auch für Freie, die keinen Anspruch auf das gesetzliche Krankengeld haben.

Bis diese Neuregelung in Kraft tritt, müssen unständig Beschäftigte und freiwillig Versicherte allerdings einen Wahltarif abschließen, um sich eine Krankengeldzahlung ab dem 43. Krankheitstag zu sichern. Sollte der entsprechende Tarif der eigenen Krankenkasse ”unzumutbar” teuer (konkret: teurer als 1,7 Prozent des Bruttoeinkommens) sein, kann man von einer Härtefallregelung profitieren. Danach zahlt der WDR das Krankengeld sogar 87 (nach 5 Jahren Tätigkeit für den WDR) bzw. 178 Tage lang (nach zehn Jahren).

Da noch nicht endgültig klar ist, zu welchen Bedingungen das gesetzliche Krankengeld demnächst wieder eingeführt wird, haben WDR und Gewerkschaften die Vereinbarung zunächst auf ein Jahr befristet. Danach soll – abhängig von der neuen Gesetzeslage – ”zügig” neu beraten werden.

Für die bisher vorliegenden Krankengeld-Wahltarife gesetzlicher Kassen sowie für vergleichbare private Krankentagegeldversicherungen hat die Zeitschrift Ökotest einen aktuellen Vergleichstest veröffentlicht, der im Internet heruntergeladen werden kann.

(14.02.2009)

Verweise zu diesem Artikel:
Ökotest-Vergleichstest Krankengeld-Wahltarife (Download für 1,20 €, Kurzfassung

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