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Allgemeine News (Archiv)

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Tarifverhandlungen
Filmproduzenten wollen 25-Stunden-Tag 
Die aktuellen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in Film- und Fernsehproduktionen sind ins Stocken geraten: Die Produzentenverbände weigern sich, die tägliche Arbeitszeit auf 12 Stunden zu begrenzen. Sie machen den Fortgang der Verhandlungen davon abhängig, dass ver.di einer täglichen Arbeitszeit von bis zu 13 Stunden zustimmt. Das geht aus einer Pressemitteilung von ver.di vom Dienstag hervor.

Für die Produzentenverbände gilt offenbar: 24 Stunden sind kein Tag. Sie wollen eine tägliche Arbeitszeit von bis zu 13 Stunden. Dazu kämen gesetzlich vorgeschriebene Pausen von mindestens 45 Minuten sowie eine ”Ruhezeit” zwischen dem Ende der Arbeit und dem Arbeitsbeginn am nächsten Tag, die nach dem Arbeitszeitgesetz mindestens elf Stunden betragen muss. Macht pro Tag 13 + 11 Stunden + 45 Minuten = knapp 25 Stunden.

ver.di verlangt dagegen, im neuen Tarifvertrag für die in der Regel auf Produktionsdauer Beschäftigten in der Film- und Fernsehproduktion neben einer deutlichen Erhöhung der Gagen die tägliche Arbeitszeit auf maximal 12 Stunden am Tag zu begrenzen und die Ruhezeit zu verlängern. Das haben die Produzentenverbände bisher ebenso kategorisch abgelehnt wie den Kompromissvorschlag, es bei der bisherigen Arbeitszeitregelung ganz ohne Höchstgrenzen zu belassen. Statt die Naturgesetze außer Kraft zu setzen, möchte ver.di ”die ausufernden Arbeitszeiten an Filmsets . . . mit einem gesunden Kompromiss zwischen notwendiger Flexibilität des Filmgeschäfts und zumutbaren Arbeitszeiten eindämmen”, sagt Verhandlungsführer Matthias von Fintel.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 6. Juli in München statt.

(12.05.2009)

Verweise zu diesem Artikel:
Die ver.di-Pressemitteilung
Der aktuelle Tarifvertrag für auf Produktionsdauer Beschäftigte Film- und Fernsehschaffend

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