Zurück zur StartseiteNewsWer wir sindDer mediafon-RatgeberTermine & SeminareHonorare, Empfehlungen, Verträge und TarifeVolltext-SucheInterner Bereich


  Übersicht  

  Allgemein  
  Recht  
  Versicherungen  
  Steuern  
  Archiv  
            
  Newsletter  


Unsere Fundgrube
zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Steuer-News (Archiv)

Zurück zur Übersicht

Bürgerentlastungsgesetz:
Ist-Besteuerung wird ausgeweitet 
Die Abrechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten (”Ist-Besteuerung”) wird künftig allen Gewerbetreibenden erlaubt sein, deren Jahresumsatz nicht über 500.000 € liegt. Diese Neuregelung ist Teil des ”Bürgerentlastungsgesetzes”, das der Bundestag am 19. Juni verabschiedete. Bisher liegt die Grenze bei 250.000 €. - Auch das Hauptziel des Gesetzes, die steuerliche Absetzbarkeit von Krankenkassenbeiträgen ab dem Jahr 2010, wurde beschlossen.

Von den bedeutenden ”Steuerentlastungen für den Mittelstand”, von denen Ende Mai in den Medien die Rede war, ist in dem Gesetz, das einem Entwurf der Bundesregierung und den Korrekturen des Finanzausschusses des Bundestages folgt, wenig zu sehen. Neben Neuregelungen, die es vor allem größeren Unternehmen wieder erleichtern, Gewinne steuersparend ins Ausland zu verschieben, findet sich nur eine Neuregelung, die auch kleinere Betriebe und einige Solo-Selbstständige betrifft: Die Umsatzgrenze, von der an die Finanzämter Gewerbetreibenden die ”Ist-Besteuerung” erlauben müssen, wird von derzeit 250.000 auf 500.000 € erhöht.

Im Normalfall müssen Gewerbetreibende ihre Umsatzsteuer ”nach vereinbarten Entgelten” berechnen, d.h. die Steuer schon dann abführen, wenn die Rechnung erst geschrieben, aber noch gar nicht bezahlt ist (”Soll-Besteuerung”). ”Nach vereinnahmten Entgelten” abrechnen – d.h. nur die Umsatzsteuer an das Finanzamt überweisen, die sie von ihren Kunden tatsächlich schon eingenommen haben (”Ist-Besteuerung”) – dürfen bisher schon alle Freiberufler und die Gewerbetreibenden unter 250.000 € Umsatz, die das beantragt haben. Diese Grenze wird nun erhöht und zwar schon vom 1. Juli 2009 an, begrenzt allerdings bis Ende 2011.

(19.06.2009)

Verweise zu diesem Artikel:
Der mediafon-Ratgeber zur Soll- und Ist-Besteuerung
Zusammenfassung der steuerlichen Änderungen beim Haufe-Verlag

Auf Sozialen Netzwerken posten:
Zum Seitenanfang

Meldung versenden   |    Druckversion dieser Seite   |   Impressum