Zurück zur StartseiteNewsWer wir sindDer mediafon-RatgeberTermine & SeminareHonorare, Empfehlungen, Verträge und TarifeVolltext-SucheInterner Bereich


  Übersicht  

  Allgemein  
  Recht  
  Versicherungen  
  Steuern  
  Archiv  
            
  Newsletter  


Unsere Fundgrube
zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Allgemeine News (Archiv)

Zurück zur Übersicht

Honorare
Freie RBB-Kameraleute arbeiten nicht mehr sonntags 

Die freien Kameraleute des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) haben der RBB-Geschäftsleitung mitgeteilt, dass sie ab 1. September keine Überstunden, keine Nachtarbeit und keine Arbeit an Sonn- und Feiertagen mehr leisten werden, solange diese gar nicht bzw. nicht mit den üblichen Zuschlägen bezahlt werden. Damit wollen sie endlich die sogenannte Kappungsgrenze zu Fall bringen, die der RBB sogar noch ausweiten möchte.


Wer eine ”zeitbezogene Vergütung” erhält, hat nur so lange Anspruch auf eine Bezahlung von Überstunden und auf Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit, wie seine ”auf den Arbeitstag (8 Stunden) umgerechnete Vergütung DM 300,-- nicht übersteigt”. So stand es im Tarifvertrag des Senders Freies Berlin (SFB) von 1983, und so gilt es in diesem Bereich bis heute: Seit über 25 Jahren leisten damit auch viele Freie ihren Zwangsbeitrag zu den Sparmaßnahmen des SFB und seines Nachfolgers RBB – und zwar einen immer höheren, denn die ”Kappungsgrenze” wurde in diesen 25 Jahren gerade mal um 15 Prozent auf 176 Euro angehoben, so dass die Regelung, die eigentlich einmal für hohe Gehälter gedacht war, inzwischen zumindest unter den Freien auch die Normalverdiener trifft: In Berlin wird von den Freien in der Produktion jedenfalls erwartet, dass sie eventeulle Mehrarbeit ohne Bezahlung leisten.

Als der RBB jetzt in den Tarifverhandlungen auch noch versuchte, die Kappungsgrenze auf den gesamten Sender, also auch auf den Bereich des ehemaligen ORB in Potsdam auszudehnen, platzte den freien Kameraleuten der Kragen. Sie verfassten einen Brief an die Geschäftsleitung und kündigten an, ab September jegliche Arbeit abzulehnen, die gar nicht oder nicht ”fair und marktüblich” bezahlt wird – konkret: die Überstunden, die Nachtarbeit, die Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Und sie fordern alle anderen Freien auf, dabei mitzumachen: ”Macht euch einen schönen Sonntag!”

(12.08.2009)

Auf Sozialen Netzwerken posten:
Zum Seitenanfang

Meldung versenden   |    Druckversion dieser Seite   |   Impressum