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zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Steuer-News (Archiv)

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Steuerrecht
Bei Dienstwagen droht Entzug der Abwrackprämie 

Wer in diesem Jahr für einen Neuwagenkauf die Abwrackprämie kassiert hat und das Auto anschließend "in das Betriebsvermögen eingelegt" hat, dem kann die Prämie nachträglich wieder entzogen werden. Darauf hat die Oberfinanzdirektion (OFD) Hannover in einem Erlass hingewiesen, mit dem die Finanzämter zugleich aufgefordert wurden, bei Betriebsprüfungen besonders auf diesen Punkt zu achten.


Auf ein teures Eigentor, das Selbstständigen bei der Steuererklärung für 2009 unterlaufen könnte, weist die "Akademische Arbeitsgemeinschaft" in ihrem neuen "Newsletter für Steuern, Geld und Recht" hin:

Offenbar haben zahlreiche Selbstständige die Bestimmung, nach der die Abwrackprämie beim Kauf eines Neuwagens nur Privatleuten, nicht aber Gewerbetreibenden und Freiberuflern gewährt wurde, mit einem nahe liegenden Trick zu umgehen versucht: Sie haben ihr neues Auto zunächst privat gekauft, die Abwrackprämie kassiert – und es anschließend "in das Betriebsvermögen eingelegt", sprich zum Dienstwagen gemacht, dessen Kosten sie komplett von der Steuer absetzen können.

Dieser Trick aber ist illegal. Wer dabei erwischt wird, muss damit rechnen, dass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Umweltprämie zurück verlangt. Und damit das möglichst oft geschieht, hat jetzt die OFD Hannover die Betriebsprüfer der Finanzämter in einem Erlass (Aktenzeichen S 0132 - 29 – StO 142) aufgefordert, bei Betriebsprüfungen in dieser Frage besonders genau hinzuschauen und in Verdachtsfällen das BAFA zu informieren.

Wer vorhatte, diese Art von Steueroptimierung anzuwenden, sollte also noch einmal genau rechnen, ob die Steuerersparnis durch den Dienstwagen wirklich so groß ist, dass sie die Rückforderung der Umweltprämie von immerhin 2.500 € aufwiegt. Noch ist es nicht zu spät: Die Entscheidung muss ja erst im nächsten Jahr mit Abgabe der Steuererklärung für 2009 endgültig getroffen werden.

Und damit keine Panik entsteht: Natürlich ist es erlaubt, einen Privatwagen unter Mitnahme der Abwrackprämie zu kaufen – und diesen anschließend auch für berufliche Fahrten zu nutzen, die z.B. mit der Kilometerpauschale von 30 Cent als Betriebsausgaben angesetzt werden. Nur ihn zum Dienstwagen zu machen – das heißt sämtliche Kosten des Autos (abzüglich der privaten Nutzung) als Betriebsausgaben anzusetzen – das ist ausgeschlossen.

(04.12.2009)

Verweise zu diesem Artikel:
Meldung der Akademischen Arbeitsgemeinschaft
Der mediafon-Ratgeber zu Privat- und Dienstwagen im Steuerrecht

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