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Steuer-News (Archiv)

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Steuerrecht
Wachstumsbeschleunigungsgesetz nützt Selbstständigen wenig 

Ohne große Auswirkungen auf die Steuerbelastung von kleinen Selbstständigen bleibt das "Wachstumsbeschleunigungsgesetz", das am 18. Dezember im Bundesrat von den CDU-Ministerpräsidenten trotz vorher geäußerter heftiger Bedenken durchgewinkt wurde. Relevant für kleine Selbstständige ist darin allein das Thema Abschreibung, bei der man künftig zwischen der Rechtslage von 2007 und der von 2009 wählen kann.


Wozu die neue Regelung gut sein sollte, die da zum 1.1.2008 eingeführt wurde, hatte damals sowieso niemand verstanden. An Stelle der alten Regelung, dass man Anschaffungen mit einem Preis bis zu 410 € (zzgl. MwSt.) im Anschaffungsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben absetzen darf, während höhere Anschaffungspreise als "AfA" über mehrere Jahre verteilt werden mussten, wurde damals der "Sammelposten" neu eingeführt, in den man alle Anschaffungen eines Jahres im Wert von 150 bis 1.000 € zusammenfassen und gemeinsam über fünf Jahre abschrieben musste. Für Gegenstände bis 150 € galt weiter die Sofortabschreibung, während die alte Abschreibung über mehrere Jahre nur noch für Wirtschaftsgüter mit einem Kaufpreis von 1.000 € anzuwenden war.

Kaum mehr als neue Bürokratie war das, die das "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" nun jedoch keineswegs abschafft. Statt einfach den alten Zustand wieder herzustellen, schafft es die "Sammelposten" als verpflichtende Regelung ab und lässt statt dessen künftig die Wahl zwischen der Rechtslage von 2007 und der nachfolgenden, die damit nur ganze zwei Jahre überlebt hat.

Wer in den Jahren 2008 und 2009 "Sammelposten" gebildet hat, muss sie weiterhin nach den entsprechenden Regeln abschreiben. Die Möglichkeit, die neue (alte) "Absetzung für Abnutzung" (AfA) anzuwenden, gibt es erst für neue Anschaffungen ab dem 1.1.2010. Eine wirkliche Steuerersparnis ergibt sich dadurch bei überschaubaren Umsätzen allerdings nicht – man kann auf diese Weise jedoch eventuell Ausgaben gewinnmindernd auf Jahre mit hohen Einnahmen verschieben.

Die weiteren Regelungen, die das neue Gesetz im Einkommens-, Körperschafts- und Gewerbesteuergesetz vorsieht, befassen sich vor allem mit den Möglichkeiten von Gewinnverschiebungen bei großen und vor allem internationalen Konzernen und betreffen den Alltag von Solo-Selbstständigen nicht.

(18.12.2009)

Verweise zu diesem Artikel:
Zusammenfassung aller Neuregelung des Gesetzes beim Haufe-Verlag
Der mediafon-Ratgeber zur Rechtslage 2009 bei der Abschreibung

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