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Steuer-News (Archiv)

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Einkommensteuer
Kunst ohne Vermarktung bleibt Liebhaberei 
Wenn eine freie Künstlerin über mehrere Jahre hinweg nur Verluste macht und sich nicht ausreichend bemüht, ihre Werke professionell zu vermarkten, gilt ihre Tätigkeit im Steuerrecht lediglich als Liebhaberei – sie kann die Verluste also nicht steuerlich gelten machen. Das ist der Tenor eines Urteils, mit dem das Finanzgericht München einmal mehr Grenzen für Künstler in prekären Einkommensverhältnissen definiert hat.

Im vorliegenden Fall hatte eine nebenberufliche Künstlerin, die über ein eigenes Atelier und eine einschlägige Berufsausbildung verfügte, innerhalb von acht Jahren nur in einem Jahr einen steuerrechtlichen Gewinn erzielt. Zugleich hatte sie in diesem Zeitraum nur "alle ein oder zwei Jahre" eine Ausstellung veranstaltet, worin das Finanzgericht keine "professionelle Vermarktung" sah. Da somit "keine Gewinnerzielungsabsicht" zu erkennen sei, stufte das Gericht die Tätigkeit der Künstlerin als Liebhaberei ein.

Konsequenz daraus: Die Künstlerin darf ihre Verluste aus der künstlerischen Tätigkeit nicht mit dem Gehalt aus ihrer Tätigkeit als Realschullehrerin für Kunst und Deutsch verrechnen, mit denen sie ihren Lebensunterhalt bestreitet.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Urteil vom 9.10.2009, Aktenzeichen 7 K 1731/07).

(23.12.2009)

Verweise zu diesem Artikel:
Der mediafon-Ratgeber zum Thema "Liebhaberei"

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