Zurück zur StartseiteWer wir sind und wie wir beratenDer mediafon-RatgeberTermine & SeminareHonorare, Empfehlungen, Verträge und TarifeVolltext-SucheInterner Bereich





Unsere Fundgrube
zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Versicherungs-News (Archiv)

Zurück zur Übersicht

Krankenkassen
Noch kann man den Zusatzbeitrag vermeiden 

Schon elf Krankenkassen erheben einen Zusatzbeitrag auf den Standardbeitrag bzw. haben das angekündigt. Demgegenüber haben bereits 70 Kassen garantiert, in diesem Jahr keinen Zusatzbeitrag zu erheben – vier Kassen erstatten sogar Beiträge zurück. Wer wegen des Zusatzbeitrages seine Mitgliedschaft kündigen will, muss das tun, bevor dieser zum ersten Mal fällig wird.


So ganz zu verstehen ist die Empörung von Politikern und Politikerinnen über die Einführung von Zusatzbeiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung ja nicht: Waren nicht sie es selbst, die das entsprechende Gesetz vor zwei Jahren beschlossen haben? Immerhin scheinen bisher noch nicht sämtliche Dämme gebrochen zu sein: Auf eine Umfrage von www.krankenkassen.de hatten bis Ende Januar über 70 Krankenkassen garantiert, im Jahre 2010 keinen Zusatzbeitrag zu erheben, darunter acht AOKen, sieben IKKen sowie über fünfzig BKKen – jedoch keine der großen Ersatzkassen. Einige weitere Kassen wie die Techniker und die BKK vor Ort haben erklärt, einen Zusatzbeitrag für 2010 "derzeit" nicht zu planen.

Dazu kommen noch vier Kassen, die ihren Mitgliedern einen Teil der Beiträge zurück erstatten, die diese in der gesetzlichen Höhe gezahlt haben. Bei der hkk (ehemals Handelskrankenkasse) sind das – wie auch schon im letzten Jahr – immerhin 60 Euro für jedes Mitglied, das das ganze Jahr über Beiträge gezahlt hat.

Führt eine Kasse einen Zusatzbeitrag ein, so haben ihre Mitglieder ein Sonderkündigungsrecht: Sie können ihre Mitgliedschaft bis zu dem Tag kündigen, an dem der Zusatzbeitrag zum ersten Mal fällig wird, und sich eine neue Kasse suchen, die sie dann auch aufnehmen muss. Bis zum In-Kraft-Treten der Kündigung braquchen sie den Zusatzbeitrag dann nicht zu bezahlen. Das Sonderkündigungsrecht gilt jedoch nicht für Mitglieder, die bei ihrer Kasse einen Wahltarif mit dreijähriger Bindungsfrist, zum Beispiel für das Krankengeld, abgeschlossen haben. In diesem Fall ist eine Kündigung frühestens nach Ablauf dieser drei Jahre möglich.

Auf welchem Weg die einzelnen Kassen den Zusatzbeitrag einziehen, ist derzeit noch völlig unklar. Klar ist nur: Er muss von den Versicherten komplett alleine bezahlt werden. Auch wenn sie als Arbeitnehmer, als Rentner oder über die KSK versichert sind, bekommen sie dazu keinen Zuschuss.

(28.01.2010)

Verweise zu diesem Artikel:
Der mediafon-Ratgeber zum Thema Krankenkassenwechsel
Übersicht von krankenkassen.de über Zusatzbeiträge
Übersicht von krankenkassen.de: Wer erhebt keinen Zusatzbeitrag?

Auf Sozialen Netzwerken posten:
Zum Seitenanfang

Meldung versenden   |    Druckversion dieser Seite   |   Impressum