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Steuer-News (Archiv)

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Umsatzsteuer
Steuererstattung bei Auslandsreisen jetzt einfacher 

Wer auf einer Dienstreise im EU-Ausland Rechnungen bezahlt, die ausländische Umsatzsteuer enthalten, kann sich diese Steuer jetzt vereinfacht zurückerstatten lassen. Seit dem 1. Januar 2010 braucht man dazu nicht mehr erst die im jeweiligen Land zuständige Behörde herauszufinden, sondern kann den Erstattungsantrag einfach an das Bundeszentralamt für Steuern schicken.


Grundsätzlich sind seit dem 1.1.2010 alle Leistungen, die ein Unternehmen in der EU an einen Unternehmer aus einem anderen EU-Land erbringt, umsatzsteuerfrei. Da sich das auf Reisen aber nie sofort regeln lässt, muss man erst mal zahlen – und kann sich die gezahlte Umsatzsteuer dann später erstatten lassen. Da kommt auf einer Reise in ein Nachbarland schon einiges zusammen: Hotel-, Restaurant-, Benzinrechnungen, Fahr- und Messeeintrittskarten, Park- und Mautgebühren – und das bei Umsatzsteuersätzen von bis zu 25 Prozent, wie sie z.B. Dänemark und Schweden schon haben. Bisher war diese Erstattung allerdings ein ziemlicher Akt: Jedes Land hatte seine eigenen Vorschriften, welche Beträge man sich erstatten lassen konnte, und seine eigene Behörde, von der man sich die entsprechenden Antragsformulare erst mal kommen lassen musste.

Seit dem 1. Januar geht das alles einfacher. Jetzt hat die EU das Erstattungsverfahren nämlich vereinheitlicht, und das bedeutet in Deutschland, dass man die Erstattungsanträge einfach an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) stellen kann, das sie zunächst prüft und dann an die zuständige ausländische Behörde weiterleitet. Das Geld kommt dann zwar immer noch aus dem Nachbarland, aber man braucht sich immerhin nicht mehr durch fremdsprachige Vorschriften und Formulare zu kämpfen.

So einen Erstattungsantrag kann jede Selbstständige stellen, die auf einer Dienstreise in einem anderen EU-Land mehr als 50 € an Umsatzsteuer gezahlt hat – Anträge unter 50 € werden nicht bearbeitet. Und auch solche Anträge nicht, die erst nach dem 30. September im Jahr nach der Reise beim BZSt eingehen. Die Anträge können auch online gestellt werden; Quittungen kann man eingescannt mitschicken. Als einzige Einschränkung nennt das Bundesfinanzministerium in seinem Rundschreiben IV B 9 – S 7359/09/10001 vom 3.12.2009: "Die Dateianhänge (dürfen) die Größe von 5 MB nicht überschreiten". Na denn!

(23.03.2010)

Verweise zu diesem Artikel:
BZSt-Website zum neuen Verfahren
Der mediafon-Ratgeber zur Umsatzsteuer auf Rechnungen aus dem Ausland
BMF-Schreiben vom 3.12.2009

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