Zurück zur StartseiteNewsWer wir sindDer mediafon-RatgeberTermine & SeminareHonorare, Empfehlungen, Verträge und TarifeVolltext-SucheInterner Bereich


  Übersicht  

  Allgemein  
  Recht  
  Versicherungen  
  Steuern  
  Archiv  
            
  Newsletter  


Unsere Fundgrube
zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Allgemeine News (Archiv)

Zurück zur Übersicht

Zahl der Gründungen mangels Alternative bleibt hoch 

Für gut ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland, die eine Gründung angehen oder in den letzten dreieinhalb Jahren vollzogen haben, ist der Start als Selbstständige die Antwort auf mangelnde Erwerbsalternativen. Das geht aus dem aktuellen "Global Entrepreneurship Monitor" (GEM) hervor, der jährlich das Gründerklima - nicht das Gründungsgeschehen - in nunmehr 54 Ländern vergleicht. Die Quote derjenigen, die bei Chancen auf einen festen Job nicht gründen würden, liegt damit im internationalen Vergleich seit Jahren relativ hoch.


Die nunmehr zehnte deutsche GEM-Befragung unter gut 6.000 Personen in Mitte 2009 hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit der Leibniz-Universität Hannover ausgewertet. Das IAB zieht hier unter anderem den Schluss, eine Gründung, die mangels Anstellung erfolgte, sei nur bei "echten Notgründern" ein Problem, der Mangel einer Anstellung gepaart mit klassischen unternehmerischen Zielen jedoch "eine besonders günstige Kombination". - Über das Verhältnis der beiden Gruppen und die Grundlage der Aussage sagt die Studie leider wenig aus.

Auch bezieht sich die Auswertung nicht direkt auf das Gründungsgeschehen sondern auf die sogenannte TEA-Quote (Total Early-stage Entrepreneurial Activity), die auch laut der Studie selbst "direkte Schlussfolgerungen für intertemporale Unterschiede hinsichtlich der tatsächlich erfolgen Gründungen (nicht der Gründungsabsicht) nur bedingt" zulässt. Als Anhaltspunkt lässt sich allerdings werten, dass sich nach einer Vergleichsstudie 43 Prozent der "werdenden" Gründer tatsächlich selbstständig gemacht haben, gut ein Viertel noch dabei ist und knapp ein Drittel das Vorhaben wieder aufgab. Die tatsächliche Datenbasis der vergleichenden GEM-Aussagen zu Ländern und Zeiträumen ist in Deutschland jedenfalls jener 4,1 Prozentanteil der Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren, die als TEA-Gründungspersonen gelten. Deren Anteil ist seit vier Jahren stetig zurückgegangen und liegt laut der Befragung in 2009 bei 2,2 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der Gründungsphase und weiteren 1,9 Prozent die sich in den vergangenen dreieinhalb Jahre selbstständig machten.

Für diese Personengruppe stellt der Monitor eine erstaunlich geringe Neigung fest, sich in der Gründungsphase beraten zu lassen und generell ein zu geringes Wissen der Bevölkerung zur Führung von Unternehmen. Dieses Defizit lasse sich mittelfristig nur über entsprechende Bildungsinhalte an Schulen und Hochschulen vermindern, die auch die Selbstständigkeit als gleichwertige Berufsalternative darstellen. Die Wirtschaftskrise übrigens, so eine weitere Studien-Aussage, die das IAB zur zentralen Aussage seiner Pressemitteilung macht, hat laut GEM bislang kaum Auswirkungen auf die Gründungsneigung gehabt.

(28.04.2010)

Verweise zu diesem Artikel:
IAB-Kurzbericht zum Global Entrepreneurship Monitor (8 Seiten, PDF)
GEM-Länderbericht Deutschland 2009 komplett (44 Seiten, PDF)

Auf Sozialen Netzwerken posten:
Zum Seitenanfang

Meldung versenden   |    Druckversion dieser Seite   |   Impressum