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Allgemeine News (Archiv)

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Existenzgründungen
Gründungen nehmen in der Wirtschaftskrise wieder zu 

Jedes fünfte neue Unternehmen in Deutschland wird von Arbeitslosen gegründet, von den Vollerwerbsgründungen sogar jedes dritte. Das geht aus dem "KfW-Gründungsmonitor 2010" hervor, den die KfW-Bankengruppe Anfang Juni veröffentlichte. Unter den ehemals Arbeitslosen geben 53 Prozent wirtschaftliche Not als Hauptmotiv für die Gründung an – der Rest glaubt an sich und nennt seine Geschäftsidee als Hauptmotiv für die Selbstständigkeit.


Erstmals seit sechs Jahren hat im Jahre 2009 die Zahl der Existenzgründungen wieder zugenommen: 872.000 Personen haben sich in diesem Jahr selbstständig gemacht – davon 397.000 im Voll- und 475.000 im Nebenerwerb. Das bedeutet, dass 1,7 Prozent aller Menschen in Deutschland zwischen 18 und 64 Jahren im vergangenen Jahr eine selbstständige Existenz gegründet haben. In den neuen Ländern lag die Quote allerdings nur bei 1,3 Prozent.

Diese Zahlen stehen im "KfW-Gründungsmonitor", den die KfW-Bankengruppe nunmehr zum zehnten Mal zusammengestellt hat. Dabei überwiegen die Gründungen "aus eigener Kraft": 65 Prozent machen sich ohne Mitarbeiter selbstständig – also als "Soloselbstständige" –; etwa neun Prozent von ihnen starten jedoch zusammen mit anderen als Team. Auch bei der Finanzierung verlassen sich viele auf sich selbst: 30 Prozent nehmen gar keine externe Finanzierung in Anspruch, 32 Prozent kommen mit Fremdmitteln von bis zu 5.000 €, 53 Prozent mit bis zu 25.000 € aus, und nur sieben Prozent brauchen eine externe Finanzierung von mehr als 50.000 €.

Auffällig ist, dass der Anteil der Menschen mit ausländischen Wurzeln an den Gründern deutlich höher liegt als am Durchschnitt der Bevölkerung: Nur vier von fünf Gründern wurden als Deutsche geboren. Außerdem sind im Vergleich zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung unter den Gründern Überrepräsentiert:
  • Westdeutsche,
  • Männer,
  • Absolventen von Universitäten, Fach- und Meisterschulen,
  • leitende und hoch qualifizierte Angestellte sowie
  • Arbeitslose.
Deutlich unterrepräsentiert im Gründungsgeschehen sind dagegen
  • Frauen,
  • ältere Menschen,
  • Menschen aus den neuen Ländern und
  • Beamte.
Das sagt allerdings noch nichts über die Chancen am Markt aus, aus dem sich ein Viertel aller Gründer spätestens nach drei Jahren wieder verabschiedet. Besonders gute Chancen weist die Statistik aus für Gründungen
  • in Ostdeutschland,
  • in freien Berufen und im Handwerk sowie
  • mit einem höheren Finanzbedarf (über 10.000 €).
Überdurchschnittlich schnell wieder beendet werden dagegen Gründungen
  • von Arbeitern und Facharbeitern,
  • im Handel,
  • von Teams ohne Mitarbeiter sowie
  • als Beteiligungen an bereits bestehenden Unternehmen.


(22.06.2010)

Verweise zu diesem Artikel:
Pressemitteilung der KfW
Der komplette "KfW-Gründungsmonitor 2010" (Langfassung, pdf)

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