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Versicherungs-News (Archiv) Zurück zur Übersicht
| Künstlersozialversicherung | | Künstlersozialabgabe bleibt bei 3,9 Prozent | |
Der Satz der Künstlersozialabgabe bleibt im Jahre 2011 unverändert bei 3,9 Prozent. Das teilte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) am 4. August mit. Grund für die nach Angaben des BMAS "stabile" Lage der Künstlersozialkasse (KSK) sind die seit 2007 verstärkten Kontrollen bei potentiell abgabepflichtigen Unternehmen.
| Trotz steigender Beitragssätze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung braucht der Satz der Künstlersozialabgabe, mit der Unternehmen im Kunst- und Medienbereich den "Arbeitgeberanteil" der Versicherten in der Künstlersozialkasse finanzieren, für das Jahr 2011 nicht erhöht zu werden. Nachdem der Abgabesatz im Jahre 2005 mit 5,8 Prozent seinen bisherigen Höchststand erreicht hatte, kann er 2011 – wie schon im laufenden Jahr – bei 3,9 Prozent bleiben.
Als Grund für diese Entwicklung nennt das BMAS die Reform der Künstlersozialversicherung im Jahre 2007. Damals wurde vor allem eine systematische Kontrolle von Unternehmen eingeführt, die Leistungen von Urhebern verwerten, aber trotz gesetzlicher Verpflichtung bisher keine Künstlersozialabgabe abführen. Als Folge dieser von der Deutschen Rentenversicherung durchgeführten Kontrollen verdoppelte sich die Zahl der abgabepflichtigen Unternehmen nach Angaben der KSK seit 2007 von 56.435 auf 113.719, während die Zahl der Versicherten im gleichen Zeitraum lediglich um 7,0 Prozent von 153.732 auf nunmehr 164.555 zunahm. Während es bei den Unternehmen also offenbar noch viel Spielraum gibt, scheinen die Urheberinnen und Urheber, die Anspruch auf Versicherung über die KSK haben, inzwischen weitgehend erfasst zu sein: Die Zahl der KSK-Versicherten nahm im letzten Jahr zum ersten Mal seit Gründung der KSK innerhalb eines Jahres nur noch um weniger als 4.000 zu. Ihr jährliches Durchschnittseinkommen lag bei 13.288 Euro, wobei die männlichen Autoren mit 18.931 an der Spitze lagen, während freie Musikerinnen im Schnitt nur auf 9.834 € kamen.
(05.08.2010)
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