Zurück zur StartseiteNewsWer wir sindDer mediafon-RatgeberTermine & SeminareHonorare, Empfehlungen, Verträge und TarifeVolltext-SucheInterner Bereich


  Übersicht  

  Allgemein  
  Recht  
  Versicherungen  
  Steuern  
  Archiv  
            
  Newsletter  


Unsere Fundgrube
zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Allgemeine News (Archiv)

Zurück zur Übersicht

Kleine Anfrage zur Honorarsituation der Lehrkräfte 

Die Fraktion der Linken im Bundestag hat erneut die "andauernden Niedrig-Honorare für Lehrkräfte" im Bereich der Integrationskurse parlamentarisch problematisiert. Nachdem die Regierung auf eine Anfrage der Fraktion vom Ende April erklärte, es würden "derzeit Spielräume zur Verbesserung der Vergütung der Lehrkräfte geprüft", setzt die Linke nun mit einer kleinen Anfrage nach, in der sie konkrete Zahlen zur Honorarsituation anfordert.


So wollen die Fragesteller in ihrer umfassenden Anfrage zum Finanzierungssystem der Integrationskurse (Bundestags-Drucksache 17/2851) unter anderem wissen, was die Prüfungen des Innenministeriums zur unterdurchschnittlichen Vergütung von Lehrkräften in Integrationskursen erbracht hätten und "wenn noch keine Ergebnisse vorliegen, warum nicht". Eine Antwort erwartet die Linke auch darauf, welche generellen Erkenntnisse zur Höhe der Lehrkräftehonorare im Integrationskursbereich - gestaffelt nach Honorarbereichen - vorlägen und wie die Regierung zu einer Koppelung der Fortbildungsträger-Vergütung an verbindliche Mindesthonorare steht. Erklären soll die Regierung dabei auch, wie die Regierung die Hunger-Honorare einzudämmen gedenkt, wenn sie sich gleichzeitig weigert, die Aufträge zur Veranstaltung von Integrationskursen an die Honorarhöhe zu binden, weil eine solche Vorgabe angeblich die Vertragsfreiheit verletze.

In diesem Zusammenhang steht auch die Frage nach den Honorar- und Qualitätsprüfungen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Geregelt ist zurzeit, dass Kursträger, die Honorare von unter 15 Euro pro Unterrichtseinheit zahlen, die Lizenz zum Abhalten von Integrationskursen nach jeweils einem Jahr wieder verlängern müssen, da, so das BAMF im Konzept Trägerzulassungsverfahren, "nach Ansicht des Bundesamtes auf Grund der geringen Vergütung eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Kurse nicht in der geforderten Qualität durchgeführt werden können". Hierzu möchte die Linke konkrete Zahlen über die tatsächliche Lizensierungspraxis erfahren und zeigt sich gleichzeitig erstaunt, dass die Regierung in der vorherigen Antwort zum Thema angibt, die Qualität der "Dumpinglohn-Kurse" sei mit dem Niveau der besser bezahlten Kurse vergleichbar. Und da offensichtlich viele Honorare noch weit unter 15 Euro pro Unterrichtseinheit liegen, wollen die Fragesteller schließlich auch noch wissen, wie viele der rund 12.500 Lehrkräfte in den letzten fünf Jahren Aufstocker-Leistungen beziehen mussten, weil die Honorare nicht zum Leben reichen.

(22.09.2010)

Verweise zu diesem Artikel:
Auswertung der an mediafon gemeldeten Bildungs-Honorare
mediafon Bildungshonorar-Datenbank

Auf Sozialen Netzwerken posten:
Zum Seitenanfang

Meldung versenden   |    Druckversion dieser Seite   |   Impressum