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Allgemeine News (Archiv)

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IT-Freelancer:
Höhere Burnout-Gefahr als bei Angestellten 

Eine aktuelle Studie der Technischen Universität Dortmund zeigt: Freie in der IT-Branche sind offenbar stärker von den branchentypischen Erkrankungen wie Muskel- und Skelettbeschwerden sowie von psychischen Problemen betroffen. Da die Gesundheitsberichte der Krankenkassen dieses per Umfrage unter Agestellten wie Selbstständigen der Branche erhobene Ergebnis nicht zeigen, gehen die Forscher vom "Phänomen des Präsentismus" aus. Das heißt: Da die Frelancerinnen und Freelancer trotz Krankheit arbeiten, werden die gesundheitlichen Probleme in den gängigen Statistiken schlicht nicht erfasst.


Laut der Studie, die die Universität in Zusammenarbeit mit verschiedenen Freelancer-Börsen erstellt hat, litten innerhalb des letzten Jahres knapp zwei Drittel der befragten Solo-Selbstständigen unter Problemen im Muskel- und Skelettbereich und gut die Hälfte unter psychischen Problemen und Erschöpfung, mithin unter den typischen Burnout-Symptomen. Fast jede und jeder Dritte kann sich daher nicht vorstellen, bis zum Ende des 65ten Lebensjahrs zu arbeiten, knapp ein Siebtel geht davon aus, vor allem wegen psychischer Probleme nicht bis zum 50ten Lebensjahr arbeitsfähig zu sein.

Bei allen Problemen der Selbstausbeutung, die sich hier andeuten, stellt die Studie aber auch fest, dass die Selbstständigkeit weit stärkeren Anlass zu positiven Emotionen wie "Spaß an der Arbeit", "Stolz auf die eigene Leistung" und "Verantwortungsgefühl" gibt. Während solche Aussagen nur gut 40 Prozent der Angestellten zu ihrem Job einfällt, sehen sich zwei Drittel der IT-Selbstständigen entsprechend durch und für ihre Arbeit motiviert. Die gegenteiligen Faktoren, die zu den psychischen Belastungen führten, waren nach Auskunft der Untersuchten Selbstständigen insbesondere schwere, sinnlose und unter hohem Druck zu stemmende Aufgaben, die geringe Wertschätzung durch Kunden sowie die mangelnde Trennung zwischen Arbeit und Privatleben (nicht aber die überlangen Arbeitszeiten).

Die Universität hat nach eigenen Angaben auf Grundlage der Befragungsergebnisse ein Konzept für ein Burnout-Präventionszentrum entwickelt, dessen erste Pilotnetzwerke zurzeit in Nordrhein-Westfalen aufgebaut werden.

(23.09.2010)

Verweise zu diesem Artikel:
Details zur Untersuchung auf der Uni-Seite
mediafon-Ratgeber zum Thema Gesundheit

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