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Versicherungs-News (Archiv)

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Sozialversicherung
Neue Rechengrößen bestätigen sinkende Einkommen 

Die Arbeitseinkommen in Deutschland sind im Jahre 2009 um durchschnittlich 0,24 % gesunken. Das geht aus der Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2011 hervor, die das Bundeskabinett am 13. Oktober beschlossen hat. Entsprechend sinken in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowohl die Versicherungspflicht- als auch die Beitragsbemessungsgrenze.


Die Einkommensentwicklung in Deutschland verlief im Jahre 2009 regional unterschiedlich und brachte erstmals seit Jahren wieder eine (geringfügige) Annäherung zwischen Ost und West: Während die alten Bundesländer einen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitseinkommen um 0,39 % hinnehmen mussten, verzeichneten die neuen Länder einen Zuwachs von 0,84 %. Wie groß die Unterschiede aber immer noch sind, wird an der Bezugsgröße deutlich, die sich am jeweiligen Jahresdurchschnittseinkommen orientiert: Sie liegt in den alten Ländern jetzt bei 30.660 €, in den neuen erst bei 26.880 €. Das bundesweite statistische Durchschnittsentgelt, das unter anderem Grundlage für die Rentenberechnung ist, wurde auf 30.268 Euro festgelegt.

Im einzelnen hat das Bundeskabinett folgende neuen Rechengrößen für 2011 beschlossen, die nun noch vom Bundesrat bestätigt werden müssen:
  • In der Kranken- und Pflegeversicherung sinkt die Versicherungspflichtgrenze auf monatlich 4.125 (bisher 4.162,50) €; die Beitragsbemessungsgrenze sinkt auf 3.712,50 (bisher 3.750) €. Beide Werte gelten in Ost und West einheitlich. Zu einer geringfügigen Beitragssenkung führen das jedoch nur für Leute, die bereits bisher über den alten Werten lagen.
  • In der Renten- und Arbeitslosenversicherung bleibt die Beitragsbemessungsgrenze im Westen unverändert bei 5.500 €, im Osten steigt sie auf 4.800 (4.650) €.
  • Die monatliche Bezugsgröße, nach der sich unter anderem die Mindestbeiträge zur Krankenversicherung in Ost und West richten, bleibt bei 2.555 €, womit z.B. auch die Einkommensgrenze für die Familienversicherung unverändert bei 365  € im Monat bleibt. Dieser Wert gilt auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherung in den alten Bundesländern; in den neuen Ländern steigt die Bezugsgröße hier auf 2.240 (2.170) €.
  • Die Mindestbeiträge zur Krankenversicherung für Selbstständige, die nicht über die KSK versichert sind, bleiben beim normalen Beitragssatz von 14,9 % damit bei 285,52 € (hauptberuflich Selbstständige), 190,35 € (Bezieher von Gründungszuschuss und Selbstständige mit Anspruch auf Ermäßigung) bzw. 121,79 € (nebenberuflich Selbstständige beim ermäßigten Beitragssatz von 14,3%); die von Minister Rösler geplante Anhebung des Beitragssatzes könnte allerdings auch hier zu einer Erhöhung führen – nach dem derzeitigen Plan um etwas mehr als vier Prozent.


(14.10.2010)

Verweise zu diesem Artikel:
Mitteilung des Sozialministeriums zu den neuen Rechengrößen
Der mediafon-Ratgeber zu Sozialversicherung und Rechengrößen

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