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Allgemeine News (Archiv)

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Umfrage:
Bedingungen im Journalismus werden immer schlechter 

Geht es nach den Ergebnissen einer aktuellen Online-Umfrage unter gut 2.200 deutschsprachigen Journalistinnen und Journalisten, bleibt immer weniger vom Nimbus des Traumberufs übrig. Fast drei Viertel der Befragten - darunter 27,1 Prozent Freie - finden, dass sich die Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren verschlechtert haben und knapp zwei Drittel sehen sich einem starkem oder gar sehr starkem wirtschaftlichen Druck ausgesetzt.


Die wenig optimistischen Ergebnisse variieren kaum nach den Herkunftsländern der zwischen September und Oktober Befragten. Die kamen zu 80 Prozent aus Deutschland, die übrigen aus Österreich, der Schweiz und Slowenien. In allen Ländern nannten sie dem Münchner Online-Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com die gleichen Gründe dafür, dass sie einen steigenden wirtschaftlichen Druck empfinden: Zeitdruck und Arbeitslast nehmen darunter mit jeweils fast zwei Dritteln die Spitzenplätze ein. Aber auch direkte Gehalts- und Honorarkürzungen haben in Deutschland mit 35,8 Prozent ein erschreckend hohes Niveau. Knapp 70 Prozent der Befragten finden auch, dass der Mix ökonomischer Faktoren die journalistische Arbeit direkt negativ beeinflusst. - Nicht zuletzt, so fast 80 Prozent der unter Druck stehenden, weil journalistische Inhalte zunehmend zum Werbe-Umfeld verkommen.
Dass die Einschätzungen von Freien (27,1%) Festen (66,5%) und in beiden Erwerbsformen arbeitenden (6,4%) gleichermaßen geteilt werden, kann auf Grund der eindeutigen Aussagen vermutet werden, die Darstellung differenziert die Ergebnisse leider nicht danach. - Klar wird auf jeden Fall, dass der empfundene Druck und die pessimistischen Zukunftserwartungen kein "Einsteigerproblem" sind: Nur etwa jeder und jede siebte Befragte arbeitet "erst" bis zu fünf Jahren im Journalismus, der weit überwiegende Teil bereits länger als zehn Jahre.

(11.11.2010)

Verweise zu diesem Artikel:
Die Ergebnisse der Umfrage im Überblick

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