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Allgemeine News (Archiv)

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Finanzierung
Konditionen für KfW-Gründerkredite verbessert 

Die KfW-Bankengruppe ändert am 1. April die Konditionen für Kredite an Existenzgründer und junge Unternehmen. Unter der alten Bezeichnung "Startgeld" bietet die KfW weiterhin als einzige Institution Kredite an, die nicht nur Investitionen finanzieren sollen, sondern auch Betriebsmittel, d.h. laufende Kosten. Neben einigen erleichternden Neuerungen wurde der Kredithöchstbetrag auf 100.000 Euro erhöht.


Viele Existenzgründungskreditprogramme gehen an den Bedürfnissen von Selbstständigen vor allem im Dienstleistungsbereich leider vorbei: Sie wollen Investitionen fördern – die in diesem Bereich aber oft gar nicht oder nur in bescheidener Größenordnung nötig sind. Wer sich mit seiner eigenen Arbeitskraft selbstständig machen will, braucht finanzielle Unterstützung häufiger, um die laufenden Kosten der ersten Monate und Jahre decken zu können, bis das Geschäft läuft. Dafür aber gibt es Existenzgründungskredite normalerweise nicht – mit einer Ausnahme: dem "Startgeld" der KfW-Mittelstandsbank.

Ab 1. April bekommt dieses Programm einen neuen Namen und neue Bedingungen: Es heißt dann KfW-Gründerkredit – Startgeld und bietet Selbstständigen zur Gründung und in den ersten drei Geschäftsjahren Kredite bis zu 100.000 € zu einem festen Zinssatz von derzeit 5,35 Prozent mit ein bis zwei tilgungsfreien Jahren an – davon allerdings nur maximal 30.000 € für Betriebsmittel. Der Kredit muss bei einer normalen Bank beantragt und von diese genehmigt werden.

Von anderen Programmen unterscheidet sich das Startgeld dadurch, dass es jederzeit kostenfrei vorzeitig getilgt werden kann, dass für Kreditanträge bis zu 25.000 € kein Liquiditätsplan verlangt wird und dass die KfW gegenüber der Hausbank für 80 Prozent der Kreditsumme bürgt – was der Bank die Kreditzusage erleichtern soll. Außerdem gibt es diesen Kredit auch für die Aufnahme einer nebenberuflichen Selbstständigkeit, die allerdings innerhalb von etwa drei Jahren zu einem Vollerwerb werden sollte. Und nach einer vorangegangenen Insolvenz kann ein Startgeld für einen zweiten Versuch selbst dann gewährt werden, wenn der erste Kredit nicht komplett zurückgezahlt werden konnte und die KfW dadurch einen Verlust erlitten hat.

Noch günstigere Konditionen kann man eventuell beim KfW-Gründerkredit – Universell erhalten: Hier wird der Zinssatz von der Hausbank individuell, das heißt risikoabhängig festgelegt. Er sollte umso niedriger ausfallen, je überzeugender das Unternehmenskonzept ist und je mehr Sicherheiten man anbieten kann. Dieses Programm hat jedoch eine andere Zielgruppe: Es bietet Kredite von bis zu 10 Millionen Euro an.

(Ergänzung 19.2. - damit man vergleichen kann: Die Ethikbank bietet gerade einen Betriebsmittelkredit für Selbstständige ("quasi den Geschäftsdispo") an. Höchstbetrag 15.000 €, fester Zinssatz 9,75 Prozent.)

(16.02.2011)

Verweise zu diesem Artikel:
Details im Newsletter des BMWi-Existenzgründerportals
Übersicht über alle KfW-Förderprogramme
Die Förderdatenbank des Bundes

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