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Versicherungs-News (Archiv)

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Sozialversicherung
Neue Rechengrößen bestätigen Einkommensstagnation 

Die Arbeitseinkommen in Deutschland sind im Jahre 2010 um durchschnittlich 2,07 % gestiegen – im Osten etwas weniger als im Westen – und damit kaum mehr als die Verbraucherpreise (+1,7 Prozent). Das geht aus der Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2012 hervor, die das Bundeskabinett am 5. Oktober beschlossen hat. Trotzdem steigen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung die Pflicht- und Bemessungsgrenzen recht deutlich an.


Die Einkommensentwicklung in Deutschland verlief im Jahre 2010, an dem sich die neuen Rechengrößen orientieren, in West und Ost fast identisch: Während in den alten Bundesländern die durchschnittlichen Arbeitseinkommen um 2,09 % stiegen, nahmen sie in den neuen Ländern um 1,97 % zu. Wie groß die Unterschiede aber immer noch sind, wird an der Bezugsgröße deutlich, die sich am jeweiligen Jahresdurchschnittseinkommen orientiert: Sie liegt in den alten Ländern jetzt bei 31.500 €, in den neuen immer noch bei 26.880 €. Das bundesweite statistische Durchschnittsentgelt, das unter anderem Grundlage für die Rentenberechnung ist, wurde für 2012 vorläufig auf 32.446 Euro festgelegt.

Im einzelnen hat das Bundeskabinett folgende neue Rechengrößen für 2012 beschlossen, die nun noch vom Bundesrat bestätigt werden müssen:
  • In der Kranken- und Pflegeversicherung steigt die Versicherungspflichtgrenze auf monatlich 4.237,50 (bisher 4.125,00) €; die Beitragsbemessungsgrenze steigt auf 3.825,00 (bisher 3.712,50) €. Beide Werte gelten in Ost und West einheitlich.
  • In der Renten- und Arbeitslosenversicherung bleibt die Beitragsbemessungsgrenze im Osten unverändert bei 4.800 €, im Westen steigt sie auf 5.600 (5.500) €.
  • Die monatliche Bezugsgröße, nach der sich unter anderem die Mindestbeiträge zur Krankenversicherung in Ost und West richten, steigt auf 2.625 (bisher 2.555) €, womit z.B. auch die Einkommensgrenze für die Familienversicherung auf 375 (bisher 365) € im Monat steigt. Dieser Wert gilt auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherung in den alten Bundesländern; in den neuen Ländern bleibt die Bezugsgröße hier bei 2.240 €.
  • Die Mindestbeiträge zur Krankenversicherung für Selbstständige, die nicht über die KSK versichert sind, steigen beim normalen Beitragssatz von 14,9 % damit auf 299,25 (bisher 285,52) € für hauptberuflich Selbstständige und auf 199,50 (bisher 190,34) € für Bezieher von Gründungszuschuss und Selbstständige mit Anspruch auf Ermäßigung bzw. auf 133,00 (bisher 126,90) € für nebenberuflich Selbstständige beim ermäßigten Beitragssatz von 14,3%.


(06.10.2011)

Verweise zu diesem Artikel:
Mitteilung des Sozialministeriums zu den neuen Rechengrößen

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