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Allgemeine News (Archiv)

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Berufsalltag
Umfrage kratzt am Netzwerk-Mythos 

Social Media und professionelle Netzwerke sind sehr viel weniger bedeutsam für den beruflichen Erfolg von Selbstständigen als es im Internet und in einschlägigen Ratgebern gemeinhin verbreitet wird. In einer Umfrage der "Initiative Dictyonomie" unter 100 "erfolgreichen Netzwerkern" gaben 90 Prozent an, Geschäfte lieber mit Personen zu machen, die sie persönlich gut kennen.


"Ohne Netzwerk geht es heute nicht mehr" – diese Wahrheit haben Facebook, XING, LinkedIn & Co. allen eingebrannt, die je mit dem Internet zu tun hatten. Viel weniger euphorisch äußerten sich jedoch die Teilnehmer der "ersten Dictyonomie-Erhebung", deren Ergebnis die "Initiative Dictyonomie" jetzt auf ihrer Website www.dictyo.de veröffentlicht hat. Befragt wurden "100 beruflich erfolgreiche Menschen, die Mitglied in mindestens 2 Business-Clubs oder -Netzwerken in Deutschland sind".

Relativiert wurde zunächst der behauptete große Zusammenhalt in den Netzwerken: Obwohl 74 Prozent der Befragten angaben, in ihren Netzwerken zu den engagierten Mitgliedern zu gehören, fühlen sich nur 54 Prozent "fest im Zentrum verankert", während 38 Prozent sich dem Netzwerk eher nicht zugehörig fühlen. Über das Netzwerk hinaus geht der Zusammenhalt kaum: 77Prozent empfinden Netzwerktreffen als "berufliche Pflicht", nur 7 Prozent sehen darin eine "private Bereicherung".

Auch hinter die gängige Behauptung, Selbstständige könnten ohne Präsenz in sozialen Netzwerken heute am Markt nicht mehr bestehen, muss nach dieser Befragung ein Fragezeichen gesetzt werden: Zwar glauben 58 Prozent der Befragten, dass ihr Erfolg mehr als zur Hälfte von ihrem Netzwerk abhängt, aber nur ganzen zehn Prozent war es egal, ob sie die Menschen, mit denen sie Geschäfte machen, persönlich gut kennen. Ihre Geschäftsbeziehungen pflegen 61 Prozent der Befragten nur oder eher persönlich; ganze vier Prozent tun dies nur oder eher online. Da die die Hälfte (49 %) pro Woche nur zu einem bis fünf Geschäftspartnern bewusst Kontakt hält, lässt sich das auch ganz gut auf dem direkten Weg bewerkstelligen. Zu mehr als 20 Geschäftspartnern pro Woche halten nur zehn Prozent der Befragten bewusst Kontakt.

Das Thema "berufliche Vorteile" steht denn auch erst auf Platz fünf der Rangliste der Ansprüche und Wünsche, die die Befragten an ihr Netzwerk haben. Davor rangieren "Kooperationen", "Vertrauen", "Austausch und Inspiration" und "Wertegemeinschaft".

(12.11.2011)

Verweise zu diesem Artikel:
Die Umfrageergebnisse (und Link zu einer laufenden Umfrage)

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