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Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Versicherungs-News (Archiv)

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Soziale Absicherung
Verdienstausfall bei Kuren gibt’s auch für Selbstständige 

Gesetzlich versicherte Selbstständige, die nach einer schweren Krankheit an einer Rehabilitationsmaßnahme teilnehmen, bekommen in dieser Zeit zumindest einen Teil ihres Verdienstausfalls ersetzt. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung, die die meisten Reha-Maßnahmen finanziert, heißt diese Leistung "Übergangsgeld".


Da dies Thema in der mediafon-Beratung in letzter Zeit gleich mehrfach nachgefragt wurde, hier die wichtigsten Informationen für Selbstständige, die zum Beispiel nach einer Chemotherapie, einem Schlaganfall oder einer Herzoperation eine Rehabilitationsmaßnahme genehmigt bekommen: Wird die "Anschlussheilbehandlung" (AHB) oder die "Maßnahme zur medizinischen Rehabilitation" (früher hieß beides einfach "Kur") von der Rentenversicherung finanziert, so zahlt diese während der gesamten Zeit der Maßnahme neben den Kosten für Behandlung, Unterkunft, Verpflegung und Fahrt auch ein Übergangsgeld, das je nach Familienstand netto etwa 54 bzw. 60 Prozent des vorherigen Bruttoverdienstes beträgt.

Dieses Geld gibt es so lange, wie die Reha-Maßnahme dauert. Falls man vorher Krankengeld bekam, so ruht der Krankengeldbezug so lange – bei sehr langer Krankheit wird die entsprechende Zeit dafür am Ende an die Höchstbezugsdauer des Krankengeldes von 78 Wochen angehängt. Sozialversicherungsbeiträge brauchen vom Übergangsgeld nicht bezahlt zu werden; auf dem Rentenkonto wird diese Zeit jedoch so berücksichtigt, als hätte man die ganze Zeit Beiträge auf 80 Prozent seines vorherigen Einkommens bezahlt.

Wird die Reha-Maßnahme von der Krankenkasse bezahlt, so zahlt diese kein Übergangsgeld, sondern das normale Krankengeld; bei Maßnahmen der Unfallversicherung zahlt die Berufsgenossenschaft ein Verletztengeld. Beide sind etwas höher als das Übergangsgeld, dafür aber teilweise sozialversicherungspflichtig. Alle drei Leistungen sind grundsätzlich steuerfrei, unterliegen jedoch dem Progressionsvorbehalt.

Da das Übergangsgeld sich am vorherigen versicherungspflichtigen Einkommen bemisst, sollten vor allem die, die über die KSK versichert sind, darauf achten, dass sie ihr Einkommen nicht zu niedrig angeben. Denn wer zu niedrig schätzt, zahlt zwar weniger Beitrag — bekommt im Notfall aber auch zu wenig Übergangsgeld.

(30.11.2011)

Verweise zu diesem Artikel:
Der mediafon-Ratgeber zum Übergangsgeld

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