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Versicherungs-News (Archiv)

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ver.di lehnt einseitige Belastung bei der Altersvorsorge ab 
Die Gewerkschaft ver.di begrüßt in einer aktuellen Pressemitteilung, dass die Debatte um eine Altersvorsorgepflicht Selbstständiger wieder aufgenommen wurde. Sie fordert allerdings im Unterschied zu den aktuellen Beiträgen aus Politik und Wirtschaft eine Beteiligung der Auftraggeber an den Vorsorgekosten.

Die Dienstleistungsgewerkschaft, in der 30.000 Solo-Selbstständige organisiert sind, spricht sich schon seit Jahren für eine einheitliche Pflichtversicherung aller Erwerbstätigen aus, betont aber, dass dies für Selbstständige nur gelten könne, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Eine armutsfeste Absicherung, stellt daher jetzt das ver.di-Bundesvorstandsmitglied Elke Hannack fest, sei für gering verdienende Selbstständige nicht über eine einseitig durch die Versicherten finanzierte Pflicht-Vorsorge zu erreichen. Es sei "wenig gewonnen, wenn ausgerechnet diejenigen, die sich keine Vorsorge leisten können, dazu gesetzlich verpflichtet werden". Eine Versicherungspflicht müsse daher unter Beteiligung der Auftraggeber sowie in einem solidarischen System unter Einbeziehung aller Erwerbstätigen erfolgen.

Diejenigen Parteien und Interessenverbände, so das ver.di-Referat für Selbstständige gegenüber mediafon, die eine Pflichtvorsorge forderten, ohne die Finanzierungsfrage anzusprechen, hätten wohl ausschließlich im Sinn, kommerziellen Versicherern ein Zusatzgeschäft zu verschaffen oder die staatlichen Kassen einseitig zu entlasten. Dies lasse den Blick auf die fortbestehende soziale Verantwortung der oft wirtschaftlich übermächtigen Auftraggeber bei sich verändernden Arbeitsbeziehungen vermissen. "Selbstständige arbeiteten ja nicht zu Mini-Honoraren, weil sie gerne auf Absicherung verzichten", so Veronika Mirschel vom Referat Selbstständige, vielmehr würde die Versicherungsfreiheit der meisten Selbstständigen "oft gezielt und unter Abbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zur Kostenreduktion genutzt". Daher sei es nicht hinnehmbar, jene Auftraggeber aus der Beteiligung an der sozialen Sicherung zu entlassen, die es Solo-Selbstständigen durch Mini-Honorare unmöglich machten, Überleben plus Vorsorge zu sichern.

(02.01.2012)

Verweise zu diesem Artikel:
ver.di-Pressemitteilung vom 2.1.12 im Volltext

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