Zurück zur StartseiteNewsWer wir sindDer mediafon-RatgeberTermine & SeminareHonorare, Empfehlungen, Verträge und TarifeVolltext-SucheInterner Bereich


  Übersicht  

  Allgemein  
  Recht  
  Versicherungen  
  Steuern  
  Archiv  
            
  Newsletter  


Unsere Fundgrube
zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Steuer-News (Archiv)

Zurück zur Übersicht

Bundesregierung
Koalition will Reisekosten-Abrechnungen vereinfachen 

Mit einer Vereinfachung der Abrechnung von Dienstreisen will die schwarz-gelbe Koalition zur "weiteren Modernisierung und Vereinfachung des Unternehmenssteuerrechts" beitragen. Dies ist einer von zwölf Punkten in einem gemeinsamen Papier, das am 14. Februar in Berlin von den Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP vorgelegt wurde. Zentrale Punkte sind jedoch die Vereinfachung der Besteuerung von Konzernen und eine Ausweitung des Verlustrücktrags.


Nach den bereits erfolgten "wegweisenden Schritten" haben sich die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP sowie das Finanzministerium auf "Zwölf Punkte zur weiteren Modernisierung und Vereinfachung des Unternehmenssteuerrechts" geeinigt, die noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden sollten. Dabei geht es, wie es in dem entsprechenden Papier heißt, nicht um "eine direkte steuerliche Entlastung der Unternehmen", sondern um "gute Rahmenbedingungen für Investitionen und weniger Aufwand in der betrieblichen Steuerpolitik".

Mit einer Ausnahme sollen die geplanten Maßnahmen bis zum Jahre 2015 denn auch zu "geringen Mehreinnahmen für die öffentliche Hand" führen; erst vom Jahre 2016 an rechnen die Fraktionen durch die Einführung einer "Gruppenbesteuerung" für Konzerne mit Mindereinnahmen von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr.

Ob man daraus schließen darf, dass dieses Projekt wieder nur den Großen nützt? Kleine Selbstständige können immerhin hoffen, dass zwei der geplanten Maßnahmen ihnen das Leben, die Steuererklärung und die Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt ein wenig leichter machen könnten:
  • Zum einen plant die Koalition, die Pauschalen für den Verpflegungsmehraufwand bei Dienstreisen nicht mehr nach der Dauer der Abwesenheit zu staffeln, sondern nur noch mit ganzen Tagen zu rechnen. Etwas kryptisch heißt es dazu weiter: "Die maßgebliche Abwesenheitszeit wird zugleich angehoben", was bedeuten könnte, dass es die Verpflegungspauschale nicht mehr – wie derzeit – schon ab einer Abwesenheit von acht Stunden geben soll, sondern erst, wenn man deutlich länger vom Arbeitsplatz weg war. Womit freilich das entscheidende bürokratische Problem, nämlich die tatsächliche Abwesenheit stundengenau zu erfassen und nachzuweisen, weiter bestehen bliebe.
  • Außerdem möchte die Koalition die immer wieder umstrittene Frage entschärfen, ob eine Selbstständige, die von ihrem häuslichen Arbeitszimmer zu einem Kunden fährt, dabei eine "Dienstreise" oder eine "Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsplatz" macht, was im ersteren Fall eine doppelt so hohe Fahrtkostenpauschale zulässt wie im zweiten. Statt wie bisher kompliziert zu definieren, wo Selbstständige ihre "Betriebsstätte" haben, soll es künftig nur noch eine "erste Tätigkeitsstätte" (mit der niedrigeren Entfernungspauschale) und "andere Tätigkeitsstätten" (mit der höheren Kilometerpauschale) geben. Ob diese Unterscheidung freilich einfacher und eindeutiger möglich sein wird, darf bezweifelt werden.


(16.02.2012)

Verweise zu diesem Artikel:
Das Zwölf-Punkte-Papier der schwarz-gelben Koalition
Der mediafon-Ratgeber zu Reisekosten und Verpflegungspauschale
Der mediafon-Ratgeber zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit

Auf Sozialen Netzwerken posten:
Zum Seitenanfang

Meldung versenden   |    Druckversion dieser Seite   |   Impressum