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Allgemeine News (Archiv)

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Branchenkonjunktur
Fachkräftemangel pusht IT-Selbstständige 

Der viel beschworene Fachkräftemangel schlägt inzwischen voll auf den IT-Markt durch. Mit 3,1 Prozent hat die Arbeitslosenquote im Bereich Informatik einen historischen Tiefststand erreicht. Die Folge ist, dass die Unternehmen ihre eigenen IT-Aufgaben immer weniger mit eigenen Kräften erledigen können – und damit zunehmend auf Selbstständige angewiesen sind. Das ergab eine Umfrage des VDI zur CeBIT.


In den Medien tauchen die entsprechenden Nachrichten immer als Alarm-Meldungen unter der Überschrift "Fachkräftemangel" auf – für Selbstständige im IT-Bereich aber verheißen sie rosige Zeiten: Im Dezember 2011 waren bei den Arbeitsagenturen 30.500 offene Stellen für Informatiker und Informatikerinnen gemeldet, denen jedoch nur noch 6.050 arbeitslose Fachkräfte gegenüberstanden.

Wie die Unternehmen mit dieser Lücke umgehen, dazu hat der "Verein Deutscher Ingenieure" (VDI) in seiner jährlichen CeBIT-Umfrage 400 IT-Fachleute befragt. Von denen beurteilen nur noch gut 20 Prozent die Verfügbarkeit von IT-Fachkräften mit "gut" oder "sehr gut"; 73 Prozent glauben derweil, dass die Nachfrage in den nächsten Jahren noch steigen wird.

Nach den Angaben der Befragten reagieren 37 Prozent der Unternehmen auf den Bewerbermangel, indem sie vorhandenes Personal weiterbilden, während 33 Prozent IT-Dienstleistungen outsourcen wollen, was die Nachfrage nach Selbstständigen also steigen lässt. Dieser Trend könnte noch dadurch verstärkt werden, dass nur acht Prozent der Unternehmen höhere Gehälter zahlen wollen, um mehr Fachkräfte zu bekommen. Die Verlagerung von IT-Aufgaben ins Ausland sehen nur 18 Prozent als Ausweg an – von den befragten Großunternehmen favorisieren allerdings 43 Prozent diesen Weg.

Im Jahre 2011 waren in Deutschland 191.000 Informatikerinnen und Informatiker sozialversicherungspflichtig beschäftigt, was gegenüber dem Jahr 2000 einen Zuwachs um 32 Prozent darstellt. Demgegenüber hat sich die Zahl der Absolventinnen und Absolventen im Fach Informatik mit rund 19.000 gegenüber dem Jahr 2000 zwar verdreifacht, was aber so nicht weiter gehen wird, denn die Zahl der Studienanfänger stagniert: Sie ist mit rund 38.000 nach einem zwischenzeitlichen Absinken gerade erst wieder auf dem Stand von 2000 angekommen.

Am stärksten gesucht werden derzeit Fachkräfte der Software-Entwicklung (58 Prozent der Nennungen), während Hardware-Entwicklung und Administration nur jeweils knapp über zehn Prozent kommen.

(15.03.2012)

Verweise zu diesem Artikel:
Pressemitteilung des VDI vom 5. März zur Umfrage
VDI-Präsentation mit Einzelergebnissen

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