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Allgemeine News (Archiv)

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Logopädieverband fordert höhere Einkommen 

Nicht für alle Selbstständigen im Gesundheitswesen ist die Branche eine Goldgrube. Nachdem die freien Hebammen, immer wieder auf ihre finanziell prekäre Lage hingewiesen haben, meldet sich nun auch der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) zu Wort. Am Vortag des am 7. Juni beginnenden Jahreskongresses des Verbandes warnte dessen Präsidentin, die Versorgung der Patientinnen und Patienten sei gefährdet, da viele logopädische Praxen um ihre Existenz kämpften.


Als Ursache für die diagnostizierte kritische Situation vieler Praxen sieht dbl-Präsidentin Christiane Hoffschildt "einerseits die viel zu niedrigen Preise für logopädische Leistungen und andererseits der Trend der gesetzlichen Krankenkassen, erbrachte Therapieleistungen wegen kleiner Formfehler in den ärztlichen Verordnungen nicht zu bezahlen". Die Kassen würden ihre dominante Position ausnutzen und angemessene Preisanpassungen verweigern. Das Honorar, das "manche Kassen" für eine 45-minütige Einzeltherapie zahlten, liege bei 24,02 Euro inklusive der Vor- und Nachbereitungszeiten. Auf dieser Basis, so Hoffschildt, lasse sich "auf Dauer keine Praxis wirtschaftlich halten".

Der Logopädie-Verband will nun -inflationsbereinigt - mindestens gleichbleibende Einkommen für die Branche erreichen. Im Weg steht ihm hier nach eigenen Angaben auch die gesetzlich verordnete Beitragsstabilität, die die Erhöhung von Kassenzahlungen an die sogenannte Grundlohnsumme koppelt, dem (seit 2008 steigenden) Durchschnitt der beitragspflichtigen Einnahmen der Krankenkassen-Mitglieder. - Könnte der Verband das inflationsbereinigte Einkommen für logopädische Behandlungen tatsächlich steigern, hätte er geschafft, wovon Beschäftigte fast allen Branchen träumen: Nicht nur, dass die Honorare der Selbstständigen in den meisten Branchen sinken oder stagnieren, auch die Löhne und Gehälter in Deutschland sind laut Analyse der Internationalen Arbeitsorganisation allein zwischen den Jahren 2000 und 2009 inflationsbereinigt um 4,5 Prozent gesunken.

Der Deutsche Bundesverband für Logopädie ist einer von mehreren berufsständischen Vereinigungen der Branche. Er hat nach eigenen Angaben 11.000 Mitglieder, die zu 90 Prozent weiblich und zu über 40 Prozent selbstständig sind.

(06.06.2012)

Verweise zu diesem Artikel:
Pressemitteilung des dbl vom 6. Juni 2012
Mitteilung des Gesundheitsministeriums zur Grundlohnsumme 2011

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