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Steuer-News (Archiv)

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Kommunale Finanzen
Gewerbesteuerhebesätze weiter gestiegen 

Die Hebesätze der Gewerbesteuer sind nach Berechnung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) nunmehr schon im dritten Jahr in Folge gestiegen – im letzten Jahr um drei Punkte von 438 auf durchschnittlich 441 Prozent. Alleiniger Spitzenreiter in diesem Jahr ist Oberhausen mit einem Hebesatz von 520. Eine Übersicht über die aktuellen Hebesätze aller mittleren und größeren Städte hat der DIHK veröffentlicht.


Die Gewerbesteuer-Hebesätze, die über die effektive Belastung der Gewerbesteuerpflichtigen entscheiden, werden von den Gemeinden in eigener Verantwortung festgelegt. Eine Erhöhung vollzieht sich also niemals bundesweit auf einen Schlag, sondern quasi schleichend von Region zu Region, und bleibt meist ohne großes öffentliches Echo. Dabei ist die Entwicklung durchaus heftig: Seit 2009 ist der durchschnittliche Hebesatz in den größeren Städten Deutschlands von 387 auf 441 gestiegen – ein Plus von exakt 13,95 Prozent.

Nach der Übersicht des DIHK reicht die Spannbreite bei den Hebesätzen der Städte über 50.000 Einwohner inzwischen von 350 Prozent in Friedrichshafen bis zu 520 Prozent in Oberhausen, das damit als einzige deutsche Stadt über der 500-Prozent-Grenze liegt. Der Knackpunkt liegt bei 380 Prozent: Bis zu diesem Hebesatz wird die Gewerbesteuerschuld durch eine parallele Einkommensteuerermäßigung vollständig ausgeglichen, so dass sich keine echte Belastung ergibt. Erst wenn der Hebesatz über 380 Prozent steigt, ergibt sich eine echte Belastung. In diesem Jahr ist das erstmals der Fall in Bad Homburg (Hebesatz steigt von 350 auf 385), Heilbronn (von 380 auf 400), Lingen (von 350 auf 395), Lüneburg (von 360 auf 390), Neumünster (von 375 auf 390) und Weimar (von 380 auf 400). Freuen können sich dagegen die Gewerbesteuerpflichtigen in Pforzheim: Für sie wird sich in diesem Jahr gar keine echte Gewerbesteuerbelastung mehr ergeben, da der Hebesatz dort laut DIHK-Liste von 420 auf 380 Prozent gesenkt wurde.

Weder positive noch negative Überraschungen haben die Selbstständigen in Bayern, Bremen, Hamburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt zu erwarten: In diesen Ländern blieben die Hebesätze aller mittleren und größeren Städten gegenüber 2011 unverändert.

(13.08.2012)

Verweise zu diesem Artikel:
DIHK-Übersicht über die Hebesätze in Städten über 50.000 Einwohner
Der mediafon-Ratgeber zur Gewerbesteuerpflicht und -berechnung

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