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Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Steuer-News (Archiv)

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Elektronische Steuererklärungen
Am besten jetzt gleich beim Finanzamt registrieren 

Vom 1. Januar 2013 an können auch Umsatzsteuervoranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen (wie bisher schon alle anderen Steuererklärungen) nur noch mit einer Authentifizierung elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden. Das bestimmt die Neufassung der "Steuerdaten-Übermittlungsverordnung" (StDÜV). Um Fristversäumnisse zu vermeiden, empfiehlt es sich, die dafür nötige Registrierung sofort vorzunehmen.


Nein, das ist keine dramatische Neuerung, und wer bisher schon seine Einkommensteuer- und Umsatzsteuererklärung elektronisch an das Finanzamt übermittelt hat, für den gibt es auch keinen zusätzlichen Aufwand. Aber bisher war es nach § 6 StDÜV eben möglich, Umsatzsteuervoranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen mit dem Programm ElStEr via Internet an das Finanzamt zu schicken, ohne eines des drei möglichen Authentifizierungsverfahren anzuwenden.

Das geht vom neuen Jahr an nicht mehr. Von da an kann diese Daten nur noch übermitteln, wer für eines der Verfahren registriert ist. Möglich ist bei ElStEr die Authentifizierung über ein auf dem eigenen Computer gespeichertes Software-Zertifikat, über einen USB-Sicherheitsstick oder über eine Signaturkarte. Neue Hardware braucht dafür also nur anzuschaffen, wer aus irgendeinem Grund nicht das Softwarezertifikat benutzen will.

Ein Vorteil der Authentifizierung zeigt sich dann im kommenden Jahr bei der Steuererklärung: Musste man bisher in vielen Bundesländern eine bereits elektronisch übermittelte Steuererklärung noch als Kurzfassung ausdrucken und unterschrieben per Post an das Finanzamt schicken, bevor sie dort offiziell zur Kenntnis genommen wurde, so wird dieser Schritt durch die Authentifizierung endlich überflüssig: Einmal elektronisch abschicken reicht!

Einziges Problem für alle, die bisher keines dieser Verfahren benutzen: Nachdem man das Formular zur Registrierung auf dem ElStEr-Online-Portal ausgefüllt hat, kann es bis zu zwei Wochen dauern, bis man die erforderlichen Daten (per Post) vom Finanzamt bekommt und die Datenübermittlung dann tatsächlich nutzen kann. Wer mit der Registrierung also bis zum letzten Tag der Abgabefrist (für die erste Voranmeldung im kommenden Jahr der 10. Januar) wartet, muss damit rechnen, dass er die Authentifizierungsdaten nicht mehr rechtzeitig bekommt, um die Voranmeldung termingerecht übermitteln zu können. Und dann kann ein Verspätungszuschlag fällig werden – da kennen die Finanzamtscomputer in der Regel kein Pardon.

(28.09.2012)

Verweise zu diesem Artikel:
Die Steuerdaten-Übermittlungsverordnung
Der mediafon-Ratgeber zur Elektronischen Steuererklärung (ElStEr)

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