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Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Steuer-News (Archiv)

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Reisekosten
Jetzt doch neue Verpflegungspauschalen ab 2014 

Der Bundesrat hat am 1. Februar dem "Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts" in einer veränderten Fassung zugestimmt, das er im November noch abgelehnt hatte. Damit treten am 1. Januar 2014 neue Betriebskostenpauschalen für den Verpflegungsmehraufwand auf Dienstreisen in Kraft.


Nein, ein Grund zur Freude ist es nicht: Die Tagespauschale für den Verpflegungsmehraufwand auf Dienstreisen, die schon zur Jahrtausendwende bei 46 DM lag, bleibt unverändert bei 24 € und ist damit immer noch zu niedrig. Zwar darf man künftig die halbe Tagespauschale, also 12 €, bereits geltend machen, wenn man an einem Tag mehr als acht Stunden unterwegs war (bisher ging das erst ab 14 Stunden), und für den An- und Abreisetag bei mehrtägigen Reisen darf man die 12 € unabhängig von der Abwesenheitsdauer ansetzen – aber die tatsächlichen Preissteigerungen für die Verpflegung auf Reisen gleicht das kaum aus.

Der Bundesrat hatte dieses Gesetz am 23. November bereits einmal abgelehnt. Die neue Fassung, die in Sachen Verpflegungspauschalen unverändert blieb, hatte der Bundestag auf Vorschlag des Vermittlungsausschusses beschlossen. Danach gelten nun folgende Sätze

Dienstreise mit
Abwesenheit pro Tag
Pauschale für Verpflegungsmehraufwand
bis 31.12.2013ab 1.1.2014
24 Stunden24 €24 €
mehr als 14 Stunden12 €s.u.
mehr als 8 Stunden6 €12 €
An-und Abreisetagje nach Dauer12 €

Eine weitere wesentliche Änderung betrifft z.B. IT-Experten, die im Hause ihrer Auftraggeber arbeiten, oder auch Musikschullehrkräfte und Dozentinnen, die an verschiedenen Bildungseinrichtungen tätig sind. Für sie war bisher umstritten, ob sie ihre "Betriebsstätte" zu Hause haben oder in all diesen Einrichtungen, d.h. ob sie die Fahrkosten zwischen Wohnung und Bildungseinrichtungen als "Reisekosten" mit 30 Cent pro gefahrenen Kilometer oder nur als "Fahrtkosten zwischen Wohnung und Betriebsstätte", also mit dem halben Satz von 30 Cent pro Entfernungskilometer ansetzen können. Das neue Gesetz enthält den Begriff "Betriebsstätte" nun gar nicht mehr, sondern schreibt die niedrigere Fahrtkostenpauschale von 30 Cent pro Entfernungskilometer nur noch für die "Fahrtkosten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte" fest (Genaueres siehe mediafon-Meldung vom 3.11.2012). Dabei stellt es klar, dass "jeder Arbeitnehmer" (Selbstständige kommen in dem Gesetz mal wieder nicht vor) nur eine einzige "erste Tätigkeitsstätte" haben kann. Und die ist in der Regel in seinem Arbeitszimmer, also oft auch in der eigenen Wohnung, so dass alle Fahrten von dort zu Auftraggebern Dienstreisen mit der höheren Kostenpauschale sind. Diese Regelung gilt ab dem Steuerjahr 2014.

Die weiteren Bestimmungen, die das Gesetz enthält, sind nur für größere Unternehmen mit komplizierteren Firmenkonstruktionen von Interesse.

Am selben Tag stimmte der Bundesrat der vom Jahressteuergesetz 2013 verbliebenen Anhebung des Grundfreibetrages zu. Dieser Betrag, bis zu dem auf Einkünfte jeglicher Art keine Einkommensteuer erhoben wird, wird rückwirkend zum 1.1.2013 von bis dahin 8.004 auf 8.130 € und zum 1.1.2014 noch einmal auf dann 8.354 € angehoben.

(01.02.2013)

Verweise zu diesem Artikel:
Der mediafon-Ratgeber zur steuerlichen Behandlung von Reisekosten

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