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Rechts-News (Archiv)

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Urheberrecht
Spieleautoren fordern gesetzeskonforme Verträge 

"Spieleautoren sind Urheber" ist die Überschrift einer Petition, mit der die Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) erreichen will, dass die Spielverlage mit ihren Autoren endlich Verträge auf der Grundlage des Urheberrechts abschließen und mit der SAZ Verhandlungen über gemeinsame Vergütungsregeln aufnehmen.


Ein bisschen abenteuerlich ist die Haltung der "Fachgruppe Spiel" im Deutschen Verband der Spielwarenindustrie schon, in der die maßgeblichen deutschen Spieleverlage organisiert sind: Es erscheine "fraglich, ob Spieleautoren Urheber im Sinne des Urheberrechtsgesetz sein können", antwortete sie der SAZ im Oktober letzten Jahres, weshalb die SAZ, die sich selbst mit 400 Mitgliedern als einzige repräsentative Vertretung der Spieleautoren in Deutschland sieht, auch keine Vereinigung im Sinne des § 36 Urheberrechtsgesetz sei, mit der man Verhandlungen über gemeinsame Vergütungsregeln führen dürfe. "Damit scheidet eine sachliche Diskussion" mit der SAZ zu diesem Thema aus, hieß es in dem Schreiben.

Aber nicht nur ein juristisches Gutachten der SAZ besagt das Gegenteil – auch zahlreiche Spieleverlage schließen seit Jahren mit ihren Autorinnen Verträge ab, in denen sie sich auf Basis des Urheberrechtsgesetzes Nutzungsrechte einräumen lassen, wie sie nur Urheber einräumen können.

Freilich sind das alles individuelle Verträge – bei den Vorstößen der SAZ, über Mindeststandards in Verträgen und einen Kodex für Urheberrechtsfragen bei Spielen zu verhandeln, lässt die Fachgruppe Spiel ihre Vertragspartner schon seit zwei Jahren auflaufen. Vor Jahren bedurfte es gar einer massiven Boykottdrohung seitens namhafter Spieleautoren, bis die Verlage endlich bereit waren, das UrhG zu befolgen und den Autorennamen auf dem Spielekarton (und wenn der Autor es verlangt, auf der Schachteloberseite) zu nennen. Partnerschaft stellt man sich eigentlich anders vor.

Um aus dieser unerfreulichen Situation heraus zu kommen, hat die SAZ jetzt ein juristisches Gutachten in Auftrag veröffentlicht, das den Urheberstatus der Spielautoren belegt. Außerdem hat sie einen offenen Brief an die Fachgruppe Spiel verfasst und eine Petition ins Netz gestellt, die alle unterzeichnen können, die mit einem solches Aushebeln des Urheberrechtsgesetzes nicht einverstanden sind.

Zitat der Fachgruppe Spiel korrigiert am 16.4.

(15.04.2013)

Verweise zu diesem Artikel:
Juristische Stellungnahme "Spiele und Urheberschutz"
Brief der Spiele-Autoren-Zunft an die Fachgruppe Spiel im Dt. Verband der Spielwarenindustrie
Petition der SAZ mit Bitte um Mitzeichnung
Der mediafon-Ratgeber zu § 32 UrhG

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