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Versicherungs-News (Archiv)

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Rechengrößen zur Sozialversicherung
Der Osten hinkt weiter hinterher 

Die Durchschnittseinkommen in den alten und den neuen Bundesländern driften weiter auseinander. Das geht aus der "Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2014" hervor, die das Bundeskabinett am 16. Oktober beschlossen hat. Als Konsequenz erhöhen sich die Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und der Arbeitslosenversicherung im Osten erneut weniger als im Westen.


Es ist für sich genommen keine dramatische Verschiebung: Standen – gemessen am durchschnittlichen Gesamteinkommen – 1.000 € Einkommen im Osten im Jahre 2009 noch 1.176,70 € im Westen gegenüber, so wird der Westen im Jahre 2014 bis auf 1.187 € davonziehen. Alarmierend jedoch ist, dass sich dieses Verhältnis seit 1992 von damals 1.000 : 1.724 Jahr für Jahr zu Gunsten der Menschen im Osten verbessert hatte. Im Jahre 2009 allerdings kippte der Trend: Seither geht es für die Einkommen im Osten kontinuierlich zurück, Jahr für Jahr, Schritt für Schritt.

Die entsprechenden Zahlen stehen in der Sozialversicherungsrechengrößenverordnung, die auf Grundlage der Entwicklung der Durchschnittseinkommen festlegt, welche Werte im Jahre 2014 für die gesetzliche Sozialversicherung gelten. Das bundesweite statistische Durchschnittsentgelt, das unter anderem Grundlage für die Rentenberechnung ist, wurde darin für 2014 vorläufig auf 34.857 € festgelegt – 2,3 Prozent mehr als im Jahre 2013 (34.071 €).

Im einzelnen hat das Bundeskabinett auf dieser Grundlage folgende Rechengrößen für 2014 beschlossen:
  • In der Kranken- und Pflegeversicherung steigt die Versicherungspflichtgrenze auf monatlich 4.462,50 (bisher 4.350) €; die Beitragsbemessungsgrenze steigt auf 4.050 (bisher 3.937,50) €. Beide Werte gelten in Ost und West einheitlich.
  • In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze im Osten auf 5.000 (bisher 4.900) €, im Westen auf 5.950 (bisher 5.800) €.
  • Die monatliche Bezugsgröße, nach der sich unter anderem die Mindestbeiträge zur Krankenversicherung in Ost und West richten, steigt auf 2.765 (bisher 2.695) €, womit z.B. auch die Einkommensgrenze für die Familienversicherung auf 395 (bisher 385) € im Monat steigt. Dieser Wert gilt auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherung in den alten Bundesländern; in den neuen Ländern steigt die Bezugsgröße hier auf 2.345 (bisher 2.275) €.
  • Die Mindestbeiträge zur Krankenversicherung für Selbstständige, die nicht über die KSK versichert sind, steigen beim ermäßigten Beitragssatz (ohne Krankengeldanspruch) von 14,9 % damit auf 308,99 (bisher 301,17) € für hauptberuflich Selbstständige, auf 205,99 (bisher 200,78) € für Bezieher von Gründungszuschuss und Selbstständige mit Anspruch auf Ermäßigung bzw. auf 137,33 (bisher 133,85) € für nebenberuflich Selbstständige. Und dafür – wie gesagt – erwerben sie nicht einmal Anspruch auf Krankengeld!
Der Bundesrat hat dieser Verordnung am 29.11.2013 die erforderliche Zustimmung erteilt.

(Aktualisiert 3.12.2013)

(18.10.2013)

Verweise zu diesem Artikel:
Pressemitteilung des Bundesarbeitsministeriums vom 16. Oktober
Die "Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung"
Der mediafon-Ratgeber zur Sozialversicherung für Selbstständige

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