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Versicherungs-News (Archiv)

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Gesetzliche Krankenversicherung
Auch 2014 kein Sozialausgleich für KV-Zusatzbeiträge 

Sollten gesetzliche Krankenkassen im Jahre 2014 einen Zusatzbeitrag einführen, so würden davon besonders hart betroffene Mitglieder erneut keinen Sozialausgleich erhalten. Den dafür maßgeblichen Wert, den "durchschnittlichen Zusatzbeitrag", hat das Bundesgesundheitsministerium mit Bekanntmachung vom 23. Oktober auch für das Jahr 2014 wieder auf 0 (null) Euro festgelegt.


Als mit der Einführung des Gesundheitsfonds' den gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit eingeräumt wurde, über den gesetzlich festgelegten Beitragssatz (von derzeit 15,5% bzw. 14,9% ohne Krankengeldanspruch) hinaus einen Zusatzbeitrag zu erheben, stand ein Sozialausgleich für Geringverdiener, die von solchen Zusatzbeiträgen übermäßig belastet würden, monatelang im Mittelpunkt der politischen Diskussion. Obwohl ein solcher Sozialausgleich schließlich beschlossen wurde, brauchte er seither allerdings noch nie bezahlt zu werden, da für ihn nun nicht die individuelle Beitragslast des Einzelnen, sondern der Beitrag maßgeblich ist, den er zahlen müsste, wenn er den durchschnittlichen Zusatzbeitrag aller gesetzlichen Kassen zahlen müsste. Diesen durchschnittlichen Zusatzbeitrag legte das Bundesgesundheitsministerium jedoch – obwohl einzelne Kassen zwischenzeitlich durchaus nicht unerhebliche Zusatzbeiträge erhoben – seither in schöner Regelmäßigkeit immer wieder auf Null Euro fest. So auch für das kommende Jahr.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sieht das nicht einmal verkehrt aus, da derzeit tatsächlich keine einzige gesetzliche Krankenkasse mehr einen Zusatzbeitrag erhebt, elf Kassen für das Jahr 2013 aber eine Rückerstattung zwischen 30 und 120 € auszahlen. Sollte jedoch im Verlauf des Jahre 2014 die eine oder andere Kasse wieder einen Zusatzbeitrag einführen, so hätten die davon Betroffenen keinen Anspruch auf einen Sozialausgleich – da der amtliche Zusatzbeitrag ja bei Null Euro liegt.

Tatsächlich spricht der konstant bei Null Euro verharrende durchschnittliche Zusatzbeitrag jedoch nicht für eine gesunde Entwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung, sondern lediglich dafür, dass die Beitragsanhebung zur Einführung des Gesundheitsfonds so massiv ausgefallen war, dass sie die Kostensteigerungen gleich mehrerer Jahre vorwegnahm.

(05.11.2013)

Verweise zu diesem Artikel:
Bekanntmachung des durchschnittlichen Zusatzbeitrages für das Jahr 2014
Der mediafon-Ratgeber zu den gesetzlichen Krankenversicherungsbeiträgen und zum Sozialausgleich

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