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Allgemeine News (Archiv)

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Wirtschaftsförderung
1,46 EU-Milliarden für Kunst, Kultur und Medien 
Mit 1,46 Milliarden Euro will die Europäische Union in den nächsten sieben Jahren im Rahmen des Programms "Kreatives Europa" Kunst, Kultur und audiovisuelle Medien fördern. Außerdem wird die EU Garantien für Bankdarlehen an Unternehmen dieser Branche bis zur Höhe von 750 Millionen Euro übernehmen. Diese Ausgaben sind Bestandteil des Finanzrahmens 2014 – 2020, den das EU-Parlament am 19. November verabschiedete.

Nichts Genaues weiß man noch nicht: Wer unter welchen Bedingungen und bei wem wieviel Geld aus diesem Topf beantragen kann, geht aus dem Beschluss des Parlaments noch nicht hervor. Immerhin aber hat die EU-Kommission in ihrer Beschlussvorlage die Zielgruppe recht präzise benannt. Danach sollen mit diesem Geld
  • 250.000 Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende dabei unterstützt werden, neue Publikumsschichten außerhalb ihrer Heimatlänger zu erschließen,
  • 800 europäische Filme mit Hilfe einer Verleihförderung weltweit gezeigt werden können,
  • 2.000 europäische Kinos gefördert werden, die mindestens zur Hälfte europäische Filme zeigen,
  • 4.500 Übersetzungen von Büchern und anderen literarischen Werken in europäische Sprachen unterstützt werden sowie
  • Fortbildungsbeihilfen für "Tausende von Akteuren und Organisationen im Kultursektor und im audiovisuellen Bereich" zur Verfügung gestellt werden.
Schließlich will die EU mit diesem Geld eine neue "Garantiefazilität" auflegen, die Garantien für Bankdarlehen an kleine Kultur- und Kreativunternehmen im Gesamtwert von 750 Millionen Euro übernehmen und diesen damit "den Zugang zu Kapital erleichtern" soll, heißt es in der Pressemitteilung der EU-Kommission.

Das ganze Programm begreift die Kommission vor allem als Wirtschaftsförderung, da – wie es in der Pressemitteilung heißt – die europäische Kultur und Kreativbranche bis zu 4,5 Prozent des EU-Bruttoinlandsprodukts erwirtschafte und über acht Millionen Menschen beschäftige.

Das Programm muss nun noch von den 28 Mitgliedsstaaten im Rat der Europäischen Union verabschiedet werden und soll bereits zum Januar 2014 in Kraft treten. Adressat für Förderanträge wird dann die "Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur" (EACEA) sein.

(20.11.2013)

Verweise zu diesem Artikel:
Pressemitteilung der EU-Kommission zum Programm "Kreatives Europa"
Homepage des Programms "Kreatives Europa"
Flyer "Kreatives Europa"
Homepage der EACEA (englisch)

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